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Wohnungen und Geschäfte Ex-Bundesligaprofi investiert am Kaller Bahnhof

Vier Männer stehen vor der Baustelle eines neuen Hauses am Kaller Bahnhof.

Wollen mit den Arbeiten bis Jahresende fertig sein: Fabian Giefer (v.l.), Florian Beck, Jürgen Lutsch und Jochem Hannes.  

Süd und Nord heißen die beiden Wohn- und Geschäftshäuser, die in Kall am Bahnhof für insgesamt rund zehn Millionen Euro gebaut werden.  

„Durch die Frostperiode vor Weihnachten liegen wir etwas hinter dem Zeitplan. Trotzdem haben wir das Ziel, dass die gewerblichen Mieter im Dezember einziehen können“, sagt Immobilienverwalter Jochem Hannes, der mit Apotheker Jürgen Lutsch das Geschäftshaus Süd (Richtung Rewe-Markt) am Bahnhofsvorplatz in Kall realisiert. Die Mietwohnungen sollen im Januar bezugsfertig sein.

Architekt Florian Beck und Fußball-Profi Fabian Giefer, die in das Geschäftshaus Nord investieren, sind mit dem Baufortschritt zufrieden. Rund zehn Millionen Euro soll der Bau der beiden Wohn- und Geschäftshäuser kosten.

Kaller suchten lange nach Investoren für den Bahnhofsvorplatz

Die Gemeinde hatte sich viele Jahre vergeblich bemüht, Investoren für den Platz vor dem Kaller Bahnhof zu finden. Eine erste Investorengruppe hatte sich 2018 von dem Projekt zurückgezogen, weil es zu Verzögerungen bei der Realisierung gekommen war. Daraufhin hatte die Gemeinde die städtebaulichen Anforderungen an die Planung und an die Gestaltungssatzung reduziert und so auch die potenziellen Baukosten gesenkt.

Zwei Etagen des neuen Hauses am Kaller Bahnhof stehen bereits.

Im Geschäftshaus Süd wird auf der ersten Etage die Apotheke von Jürgen Lutsch einziehen.

Das Richtfest für die dreigeschossigen Gebäude zuzüglich Staffelgeschoss ist laut Hannes für März geplant. „Ursprünglich war der Bau von gemauerten Gebäuden vorgesehen. Weil aber bei dem Planungsverfahren viel Zeit ins Land ging, haben wir uns dann für die Verwendung von Betonfertigteilen entschieden“, erzählt Beck. Die tonnenschweren Teile haben allerdings aktuell den Nachteil, dass sie bei starkem Wind nicht mit einem Kran aufgestellt werden können.

Für die 16 Wohnungen gibt es bereits viele Interessenten

Mit Ausnahme der Betonteile und der Fenster seien alle Gewerke in der Region vergeben worden: „Die Firmen aus der Eifel liefern qualitativ eine gute Arbeit ab und liegen auch preislich im Rahmen.“ Hannes ergänzt: „Und weil sie in der Nähe liegen, sind sie auch bei Problemen schnell vor Ort.“

Für die insgesamt 16 Wohnungen in beiden Häusern, die zwischen 50 und 110 Quadratmetern groß sind, gibt es nach Angaben von Hannes schon viele Interessenten. Mietverträge sollen aber erst in einigen Monaten unterschrieben werden.

Eisdiele, Gastronomie und Apotheke ziehen im Haus Süd ein

Im Geschäftshaus Süd werden eine Eisdiele und ein zweiter Gastronomiebetrieb einziehen. Außerdem werden die Physiotherapie Ebert und ein Beratungsbüro für Familien dort untergebracht. In der ersten Etage, auf Höhe des Rewe-Parkplatzes, bekommt die Apotheke von Jürgen Lutsch auf 460 Quadratmetern ihr neues Domizil.   „Wir sind dort besser vor künftigen Hochwassern geschützt als an unserem aktuellen Standort“, erklärt der Apotheker. Außerdem sei die Fläche im Geschäftshaus Süd deutlich größer: „Dadurch haben wir mehr Platz, um in aller Ruhe Beratungen durchzuführen. Wir wollen ein neues Konzept verfolgen, das deutschlandweit einmalig ist.“

Das Gebäude in der Bahnhofstraße, in dem die Apotheke bislang untergebracht ist, soll laut Lutsch auch besser vor Hochwasser geschützt werden. Er kann sich vorstellen, dass dort ein Restaurant mit Außenterrasse zur Urft hin einzieht. „Der Küchenbereich könnte dann abgeschottet werden.“ Interessenten gebe es bislang aber noch nicht.

Hörakustiker, Archiv und die AOK sind fürs Haus Nord vorgesehen

Im Geschäftshaus Nord entstehen neben den zwölf Wohneinheiten auch Räume für ein Hörakustikunternehmen und für das Archiv der Gemeinde Kall. „Das Erdgeschoss ist komplett an die AOK Rheinland vermietet“, berichtet Beck. In die erste Etage wird ein Gastronomiebetrieb einziehen. „Ich investiere gerne in meine Heimat“, sagte Giefer, der aus Freilingen stammt. „In Kall wird viel getan, und ich will mithelfen, die Region auf ein höheres Level zu heben.“