Zur Erinnerung an Wirtin Luise Gier fand die 13. Schockermeisterschaft in Kall statt. 44 Teilnehmer machten mit beim traditionellen Würfelspiel.
Turnier im Saal Gier44 Teilnehmer wollten in Kall Schocker-Meister werden

Die Pokalgewinner der Schockermeisterschaft: Nicole Heinen aus Schleiden (v.l., dritter Platz und beste Dame), Christel Sander aus Schleiden (Goldene Ananas), Michael Maßong aus Kall (zweiter Platz) und Christoph Lutsch (Gesamtsieger und Gewinner des Luisjen-Cups).
Copyright: Niklas Groll
Luisjen Gier hätte ihren Spaß an dem Schocker-Abend gehabt, den der Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier in Erinnerung an die ehemalige Wirtin veranstaltete. Im Saal ging es bei der 13. Schockermeisterschaft neben dem „Großen Preis der Gaststätte Gier“ zum 12. Mal um den Luisjen-Cup.
Der große, silberne Wanderpokal erinnert an Luise Gier, die in der denkmalgeschützten Gaststätte im Schatten der Pfarrkirche 70 Jahre lang die Gäste bewirtet hat, ehe sie sich von einem Treppensturz im Jahr 1983 nicht mehr erholte und 1985 im Alter von 86 Jahren starb.
Bei der Kaller Meisterschaft gilt ein spezielles Reglement
Im Saal ging es hoch her: 44 Teilnehmer Kall, Frohnrath, Golbach, Gemünd, Schleiden, Harperscheid, Nettersheim, Schöneseiffen, Berescheid, Mechernich, Kallmuth und Jünkerath hatten sich an den Tischen versammelt.
Wird das beliebte und bekannte Würfelspiel Schocken in den Eifeler Kneipen meistens nach unterschiedlichen Regeln gespielt, so gilt bei der Kaller Meisterschaft ein spezielles und nicht zu eng ausgelegtes Reglement. Turnierleiter Reiner Züll: „Bei allem Eifer soll der Spaß dabei im Mittelpunkt stehen.“ Dennoch spornte der reichlich gedeckte Tisch mit Pokalen und Preisen die Spieler an. Rund vier Stunden lang tanzten die Würfel über die elf Spieltische.
Bei allem Eifer soll der Spaß dabei im Mittelpunkt stehen.
Verbissen wurde um „General“ (Drei Deutsche), Straße und vor allem um „Schock aus“ gekämpft, für den es jeweils zwei Sonderpunkte gibt. Die Meisterschaft wurde in drei Durchgängen mit je 15 Spielen ausgetragen. Um mögliche Absprachen unter den Teilnehmern zu verhindern, wurden die Besetzungen der Vierer-Tische nach jedem Durchgang immer wieder aufs Neue ausgelost.
Nach vier Stunden Würfel-Wettbewerb schritten Turnier-Chef Reiner Züll und dessen Assistentin Marion Groll zur mit Spannung erwarteten Siegerehrung. Gewinner der Meisterschaft und damit gleichzeitig auch des Luisjen Cups war am Ende Christoph Lutsch aus Kall, der 165 Punkte und 22 Schock aus erzielt hatte. Platz zwei mit 152 Punkten und 15 Schock aus ging an den Kaller Michael Maßong.
Mit 145 Punkten und 18 Schock aus belegte Nicole Heinen aus Schleiden den dritten Platz. Sie gewann damit auch den Wanderpokal, mit dem die erfolgreichste Dame ausgezeichnet wird. Platz vier mit 145 Punkten und 16 Schock belegte Günter Keuer aus Jünkerath, gefolgt von Bernie Deppe aus Kall mit ebenfalls 145 Punkten und 12 Schock aus.
Den Wanderpokal „Schock-aus-König“ der VR-Bank Nordeifel sicherte sich Gesamtsieger Christoph Lutsch, der es auf 22 Schock-aus-Volltreffer gebracht hatte. Das Schlusslicht in Form einer goldenen Ananas überreichte Turnierleiter Reiner Züll an Christel Sander aus Schleiden, deren Bilanz mit 91 Punkten und neun „Schock aus“ bescheiden ausgefallen war. (sü)
