Der Kreis Euskirchen und der Vulkaneifelkreis machen beim Ausbau der Autobahn 1 und der Eifelstrecke der Bahn weiterhin gemeinsame Sache.
A1 und EifelstreckeDer neue Verkehrsminister Bilger erhält Post aus der Eifel

Gemeinsame Sache machen die Landräte Markus Ramers (l.) und Julia Gieseking mit dem Brief an Minister Bilger. 2024 beim Spatenstich zur Elektrifizierung der Eifelstrecke war auch Andreas Kruppert dabei, der heute Chef der ADD in Trier ist.
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Als mit Patrick Schnieder ein Eifeler Bundesverkehrsminister wurde, war bei vielen der Optimismus groß, dass das den Infrastrukturprojekten in der Region wohl nicht schaden dürfte. Nun, knapp 14 Monate später, ist Schnieder nicht mehr Minister – der A1-Lückenschluss und die zweigleisige Eifelstrecke der Bahn weiterhin große Themen auf der Agenda.
Der Kreis Euskirchen und der Vulkaneifelkreis wollen weiter aufs Tempo drücken. In einem Schreiben appellieren Landrat Markus Ramers und seine Kollegin Julia Gieseking an den neuen Bundesminister für Verkehr, Steffen Bilger, die beiden zentralen Zukunftsprojekte der Region mit hoher Priorität weiterzuverfolgen und voranzutreiben.
Landräte nennen Gründe für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur
In einer gemeinsamen Mitteilung betonen die beiden Kreise, dass man dem Minister geschrieben habe, welch wesentliche Voraussetzung eine moderne, leistungsfähige und zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur für die Entwicklung der Eifelregion ist. Die Stärkung von Wirtschaft und Tourismus bringen die Landräte dabei genauso ins Spiel wie die Verbesserung der Mobilität der Menschen, was die Grundlagen für gleichwertige Lebensverhältnisse im ländlichen Raum schaffe.
„Die Eifel ist eine starke und attraktive Region mit großem Potenzial. Zahlreiche innovative Unternehmen und erfolgreiche mittelständische Betriebe – Stichwort Hidden Champions – sind hier zuhause. Damit wir diese Stärke erhalten und weiter ausbauen können, brauchen wir eine Verkehrsinfrastruktur, die Menschen und Unternehmen verlässliche Perspektiven bietet“, wird Julia Gieseking in der Mitteilung zitiert. Und Markus Ramers: „Eine gute Verkehrsanbindung ist ein entscheidender Standortfaktor. Sie beeinflusst, ob Regionen erreichbar bleiben, Unternehmen investieren und Menschen gerne hier leben, arbeiten und ihre Zukunft gestalten.“
Nord-Süd-Verbindung ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen
Der Lückenschluss der A1 zwischen Kelberg und Blankenheim ist aus Sicht der beiden Kreise mehr als ein regionales Straßenbauprojekt. In ihrer Mittelung verweisen sie darauf, dass es sich bei dieser Autobahn immerhin als Nord-Süd-Verbindung um eine der bedeutendsten Verkehrsachsen Deutschlands handele. Angesichts der noch fehlenden Verbindung führen sie die daraus resultierenden Nachteile an: Die Erreichbarkeit der Eifel ist deutlich schlechter, ebenso die Verkehrsverbindungen zwischen wichtigen Wirtschaftsräumen – was in Summe die Entwicklungsmöglichkeiten im ländlichen Raum hemme.
Auch der partielle zweigleisige Ausbau der Eifelstrecke zwischen Köln und Trier ist ein zentrales Anliegen der beiden Kreise. Im Schreiben an Bilger erinnern sie an die Flutkatastrophe, die vor Augen geführt habe, „wie wichtig belastbare und resiliente Verkehrswege sind“. Der Wiederaufbau solle nun zur Weiterentwicklung genutzt werden. Die zweigleisigen Abschnitte sollen durch höhere Kapazitäten den Schienenverkehr für Pendler, Touristen und Güterverkehr attraktiver machen.
Der Einsatz der beiden Kreise für die Infrastrukturprojekte ist nicht neu. Bei inzwischen einigen Ministern haben sich die Verantwortlichen immer wieder dafür stark gemacht – und das gilt nun auch für Verkehrsminister Bilger. „Große Infrastrukturprojekte brauchen einen langen Atem. Umso wichtiger ist es, dass die Region geschlossen auftritt und ihre Interessen gemeinsam vertritt“, heißt es von Gieseking und Ramers – die den neuen Minister gleich mal in die Eifel einladen, „um sich selbst ein Bild von den Herausforderungen und Chancen der Region zu machen“.
