Die nächtlichen Maifeuer haben in der Eifel eine lange Tradition. Zunehmend werden sie am Vorabend des 1. Mai auch zum Anlaufpunkt für die Ortsbevölkerung.
Nicht nur für junge LeuteIn den Ortschaften im Kreis Euskirchen brannten die Maifeuer

Kräftig „gefüttert“ wurde das Maifeuer auf dem Zöllerplatz in Oberhausen.
Copyright: Stephan Everling
Kaum ein Ort, an dem sich die Jugendlichen nicht in der Nacht zum 1. Mai treffen und die Nacht zum Tage machen. Dabei dürfen die traditionellen Maifeuer genauso wenig fehlen wie die Maibäume, die mit buntem Krepppapier geschmückt an den zentralen Dorfplätzen aufgestellt werden.
Über viele Tage werden die Maifeiern vorbereitet, und so begeben sich auch gern Anwohner und Dorfgemeinschaften in geselliger Runde zu den Jugendlichen. Ungewöhnlich war die Mainacht in diesem Jahr in Oberhausen. Denn sie bildete auch den Auftakt zur Oberhausener Kirmes, die ebenfalls an diesem Wochenende gefeiert wurde. „Wir müssen morgen früh hier alles direkt wieder wegräumen“, verrieten die Vertreter der Dorfjugend.

Gut besucht war auch das Maifeuer in Olef.
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15 Mitglieder habe diese, tatsächlich alle nur männlich. Das habe aber nichts damit zu tun, dass junge Mädchen nicht mit dabei sein dürften. „Wir haben einfach keine im Ort in diesem Alter“, bedauerten die Jugendlichen.
Fester Bestandteil der Mainacht sind auch die Maibäume, die vor den Häusern der Angebeteten gestellt werden. Dazu taten sich die jungen Männer in den Orten vielfach zusammen. Da wurden nicht nur die Birken gemeinsam geschmückt, auch der Transport und das Aufstellen der Bäume wurde zur Gemeinschaftsaktion.
