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Auszeichung vergebenIn Heimbach haben viele den Heimatpreis verdient

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Die Mitglieder der Band präsentieren die Urkunde und den Scheck, rechts im Bild steht Bürgermeister Jochen Weiler.

Im Rahmen der Preisverleihung präsentierten die Mitglieder der Band „E'lite“ ihr erstes eigenes Musikvideo. Die Band ist im Rahmen eines Jugendprojektes unter der Leitung von Dirk Boltersdorf entstanden.

Die Jury wollte sich nicht auf drei Preisträger festlegen. So konnten sich alle Vorgeschlagenen über den Heimbacher Heimatpreis freuen. 

Unabhängig von Jahreszeit und Zielgruppe ist das gesellschaftliche Leben der Kommunen auch geprägt von Veranstaltungen ehrenamtlich tätiger Bürgerinnen und Bürger, die sich mit zahlreichen Aktionen für ihre Mitmenschen einsetzen. Ob im kleinen Kreis oder als Großevent – dem Engagement sind kaum Grenzen gesetzt. Auch in Heimbach durften sich Anwohner und Gäste im vergangenen Jahr wieder über eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung freuen, deren Initiatoren nun für ihren Einsatz mit dem Heimatpreis der Stadt ausgezeichnet wurden.

„Anders als in vielen anderen Kommunen möchten wir heute nicht nur eine kleine Auswahl von Projekten ehren, sondern jeden einzelnen eingereichten Vorschlag würdigen“, betonte Bürgermeister Jochen Weiler: „Aus unserer Sicht als Jury wäre es das falsche Signal gewesen, uns auf drei Sieger festzulegen, da jeder Einsatz unseren Respekt verdient.“

Die vier Geehrten stehen nebeneinander und tragen blaue Hemden.

Das Rock'n'Roll-Festival „Hausen rockt“ brachte den Initiatoren 700 Euro Preisgeld ein.

Das Bild zeigt zwei Frauen und einen Mann.

Die DLRG-Ortsgruppe Heimbach macht sich mit ihrem Schwimmunterricht für Kinder verdient.

Drei Männer in dunklen Jacketts und roten Krawatten halten den Heimatpreis, die Urkunde und den Scheck in ihren Händen.

Seit 125 Jahren wichtiger Bestandteil des Dorflebens: Auch der Jünglingsverein Blens gehört zu den Preisträgern.

Hilde Amrein strahlt, neben ihr steht der Bürgermeister.

Als einzige Einzelperson wurde Hilde Amrein von Bürgermeister Jochen Weiler geehrt.

Im Rahmen des Förderprogramms der Landesregierung NRW „Heimat.Zukunft.NRW – Ehrenamtliches Engagement sichtbar machen“ wurden insgesamt acht Vereine, Institutionen und eine Einzelperson mit dem Heimatpreis ausgezeichnet. Dabei durften sich die Anwesenden nicht nur über lobende Worte des Bürgermeisters und ein stimmungsvolles Rahmenprogramm des Bläserquintetts „Eifelblech“, sondern auch über ein Gesamtpreisgeld in Höhe von 5000 Euro freuen.

Angefangen bei den Mitgliedern des Arbeitskreises der Pfarrgemeinde St. Dionysius Vlatten, die sich unter anderem mit Seniorennachmittagen, Weihnachtsfeiern, aber auch Aufgaben wie Krankenbesuchen und sozialer Anteilnahme in schweren Stunden verdient gemacht haben. „All diese Aufgaben, die ihr ehrenamtlich leistet, stärken den Zusammenhalt und machen das Dorfleben in Vlatten so lebenswert“, betonte Jochen Weiler, bevor er einen Scheck über 500 Euro überreichte.

Hilde Amrein wurde als einzige Einzelperson ausgezeichnet

Mit einem Geldbetrag in gleicher Höhe wurde auch der Verkehrs- und Verschönerungsverein Hergarten unterstützt, dessen zwölf Mitglieder insbesondere für die Pflege des Ortskerns verantwortlich zeichnen und in der Vergangenheit die Marienkapelle restauriert und den Vorplatz überarbeitet haben. Als einzige Einzelperson durfte sich Hilde Amrein über eine Zuwendung in Höhe von 300 Euro freuen. „Überall dort, wo man der Gesellschaft in der heutigen Zeit Defizite bescheinigt und häufig soziale Träger versuchen gegenzusteuern, ist Hilde Amrein seit vielen Jahren ehrenamtlich tätig“, so Weiler.

Von der Kinder- und Jugendarbeit über die Integration von Flüchtlingen bis zur aktiven Teilhabe von Senioren sei die Heimbacherin aktiv. Auf sportlicher Ebene standen am Sonntag die Spielgemeinschaft Nordeifel 99 und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Beide Preisträger seien beispielhaft für die aktive Förderung von Bewegung, Gemeinschaft und Heimatverbundenheit, so Weiler.

Zwei Männer schauen in die Kamera, der linke rägt ein rotes Trikot, der rechte eine braune Lederjacke.

Über ein Preisgeld in Höhe von 800 Euro konnten sich die Vertreter der SG Nordeifel 99 freuen.

Fünf Männer stehen nebeneinander.

Der Verkehrs- und Verschönerungsverein Hergarten engagiert sich in der Pflege des Ortskerns.

Zwei Männer und zwei Frauen haben den Preis entgegengenommen.

Für ihr karitatives Freizeitangebot wurden die Mitglieder des Arbeitskreises der Pfarrgemeinde St. Dionysius Vlatten ausgezeichnet.

Während die SG Nordeifel mit inzwischen rund 450 Mitgliedern Mannschaften vom Jugend- bis zum Alt-Herren-Bereich organisiert und sich dafür über 800 Euro Preisgeld freuen durfte, füllt die DLRG eine stetig wachsende Lücke. In einer Stadt wie Heimbach, die an der Rur und am Rursee liegt, sei es wichtig, dass Kinder schon früh schwimmen lernen, so Weiler. Für diesen Einsatz erhielten die Mitglieder einen Scheck in Höhe von 500 Euro. Im Anschluss rückte nicht nur dank der Begleitung des Festaktes durch „Eifelblech“, sondern auch durch die nächsten beiden Preisträger die Musik in den Fokus.

Band präsentierte ihr erstes Musikvideo

Unter dem Titel „Hausen rockt“ sei ein Rock'n'Roll-Festival entstanden, das die Erwartungen bei weitem übertroffen habe, freute sich Heimbachs Bürgermeister: „Als die vier mich mit der Projektidee konfrontierten, war ich begeistert, aber gleichzeitig auch skeptisch, ob so viele Gäste dem Aufruf folgen werden.“ Doch die Beteiligung erstickte alle Zweifel im Keim und rechtfertigt ein Preisgeld von 700 Euro. Ähnlich schnell fuhr auch das Jugendprojekt „E'lite“ unter der Leitung von Dirk Boltersdorf erste Erfolge ein.

Die mittlerweile auch über die Ortsgrenzen hinaus bekannte Band konnte im Rahmen der Preisverleihung sogar ihr erstes eigenes Musikvideo präsentieren. „Wir gehen alle auf dieselbe Schule, die Clara-Fey-Schule in Schleiden, haben uns vorher aber nicht gekannt“, berichtete Sänger und Gitarrist Yuval Manor: „Nach anderthalb Jahren so ein Video drehen zu können und auch schon größere Auftritte mitgemacht zu haben, ist für uns alle richtig cool.“ Die finanzielle Unterstützung von 800 Euro dürfte weiteren Vorhaben der Band den Weg ebnen.

Komplettiert wurde die Liste der Preisträger durch den Jünglingsverein Frohsinn, dessen Mitglieder bereits seit dem Jahr 1900 einen nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil des Dorflebens in Blens bilden, wie Jochen Weiler betonte. „Der Jünglingsverein Frohsinn ist Organisator von Mainacht und Kirmes bis hin zu Adventsfeiern.“

In einem 330- Einwohner-Dorf regelmäßig ein Zwölf-Bahnen-Festzelt zu füllen, sei eine beeindruckende Leistung, die mit 900 Euro belohnt wurde. Jochen Weiler: „Mit ihrem Engagement tragen Sie maßgeblich dazu bei, das gesellschaftliche Leben in Heimbach lebendig zu halten. Sie sorgen dafür, dass unsere Stadt für alle Bürgerinnen und Bürger lebens- und liebenswert bleibt.“