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Boom hält anBruttoumsatz im Tourismus im Kreis Euskirchen steigt auf 403 Millionen Euro

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Das Foto zeigt mehrere Fachwerkhäuser in Kommern.

Der Kreis Euskirchen hat viele schöne touristische Ziele, hier der Ortskern von Kommern.

Um knapp zehn Prozent ist der Bruttoumsatz im Tourismus 2025 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Vor allem der Tagestourismus boomt im Kreis Euskirchen.

Der Tourismus im Kreis Euskirchen hat sich von den Folgen der Corona-Pandemie und der Flutkatastrophe deutlich erholt. Im Jahr 2025 sorgten Gäste und Tagesausflügler für einen Bruttoumsatz von rund 402,8 Millionen Euro. Das waren 9,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies geht aus einem Gutachten des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) hervor.

Besonders stark entwickelte sich der Tagestourismus. Sein Umsatz stieg innerhalb eines Jahres um 10,6 Prozent von 253,7 auf 280,6 Millionen Euro. Der Übernachtungstourismus legte um 7,9 Prozent auf 122,2 Millionen Euro zu.

Von der Entwicklung profitierten mehrere Wirtschaftsbereiche. Der Einzelhandel erzielte durch den Tourismus einen Umsatz von 172,4 Millionen Euro – ein Plus von 9,5 Prozent. Im Gastgewerbe stieg der Umsatz um 8,8 Prozent auf 161,9 Millionen Euro. Den größten prozentualen Zuwachs verzeichneten mit 12,9 Prozent die sonstigen Dienstleistungen. Hier belief sich der Umsatz auf 68,5 Millionen Euro.

Corona und die Flut bremsten die positive Entwicklung

Auch langfristig hat der Tourismus erheblich an wirtschaftlicher Bedeutung gewonnen.

Im Jahr 2011 hatte der touristische Bruttoumsatz im Kreis noch bei 222,9 Millionen Euro gelegen. Bis 2025 erhöhte er sich damit um mehr als 80 Prozent. Diese Entwicklung war zwischenzeitlich durch die Corona-Pandemie und die Folgen des Hochwassers im Juli 2021 deutlich gebremst worden.

Die positiven Auswirkungen zeigen sich nach Angaben der Kreisverwaltung ebenfalls auf dem Arbeitsmarkt. Das sogenannte Einkommensäquivalent stieg von 5580 Personen im Jahr 2024 auf 5683 Personen im vergangenen Jahr. Diese Kennzahl gibt an, wie vielen Menschen rechnerisch ein durchschnittliches Einkommen durch den Tourismus ermöglicht wird. Das aus dem Tourismus resultierende Steueraufkommen erhöhte sich von 33,7 auf 37 Millionen Euro.

Damit die Entwicklung anhält, sollen touristische Projekte und Investitionen weiterhin gezielt über Förderprogramme unterstützt werden. Dazu gehören unter anderem Leader, der Europäische Fonds für regionale Entwicklung, die Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur sowie Fördermöglichkeiten im Zuge des Strukturwandels im Rheinischen Revier.

Neben öffentlichen Infrastrukturprojekten sollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen von Fördermitteln und finanziellen Anreizen profitieren. Auch 2026 stehen dafür nach Angaben der Verwaltung entsprechende Programme zur Verfügung. Das Gutachten zeige, dass sich der Tourismus von den Krisenjahren nachhaltig erholt habe und weiterhin wesentlich zur Wertschöpfung, Beschäftigung und zu den Steuereinnahmen im Kreis Euskirchen beitrage.