Der Weilerswister CDU-Bundestagsabgeordnete Detlef Seif hält die Abberufung von Patrick Schnieder als Verkehrsminister für falsch.
A1-WeiterbauWas das Aus von Verkehrsminister Schnieder für den Lückenschluss bedeutet

In diesem Frühjahr haben an der A1-Anschlussstelle Kelberg (Landkreis Vulkaneifel) die vorbereitenden Baumaßnahmen für den Lückenschluss begonnen.
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Gehörigen Unmut hat die Abberufung des aus der Vulkaneifel stammenden Verkehrsministers Patrick Schnieder durch Bundeskanzler Friedrich Merz in der rheinland-pfälzischen CDU ausgelöst. Aber auch diesseits der Landesgrenze hat die Entscheidung des Regierungschefs Unverständnis ausgelöst: „Ich bin mit dieser Personalentscheidung nicht zufrieden“, sagte der Weilerswister CDU-Bundestagsabgeordnete Detlef Seif auf Anfrage dieser Redaktion, „aber ich respektiere die Entscheidung des Bundeskanzlers.“
Nicht zufrieden ist Seif auch mit der Kommunikation: „Das ist gar nicht gut gelaufen.“ Zur Erinnerung: Aus Regierungskreisen war bereits kolportiert worden, dass Schnieder abberufen werden sollte, Merz äußerte sich aber nicht öffentlich, weil er noch keinen Nachfolger präsentieren konnte. Schnieder kam dem Bundeskanzler schließlich zuvor, indem er selbst um seine Entlassung aus dem Amt bat.
Seif: Infrastruktur-Probleme bestehen seit Jahrzehnten
Seif, der sich Patrick Schnieder seit einigen Jahren „freundschaftlich verbunden“ fühlt, betont, dass sein Parteikollege der richtige Mann für das Amt gewesen sei: „Es ist sehr bedauerlich, wenn jetzt gesagt wird, dass Schnieder nicht geliefert habe. Aber man kann in dieser kurzen Zeit nicht beheben, was schon in den Jahrzehnten zuvor verschludert wurde“, blickt Seif auf die massiven Infrastrukturprobleme bei Straßen, Brücken und der Schiene.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Detlef Seif (l.) hält die Abberufung von Patrick Schnieder (r.) als Verkehrsminister für falsch.
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Immerhin sei es Schnieder gewesen, so Seif, der bei den Haushaltsberatungen im vergangenen Herbst entscheidend nachverhandelt habe, um baureife Projekte wie den Weiterbau der A1 in der rheinland-pfälzischen Eifel in die Finanzierung zu bekommen.
Dass der Amtsnachfolger Schnieders, der baden-württembergische Bundestagsabgeordnete Steffen Bilger, dem Infrastrukturprojekt A1 eine geringere Bedeutung zumessen könnte, glaubt Seif jedoch nicht: „Er wird uns da keinen Sand ins Getriebe streuen. Ich werde mich aber weiter persönlich dafür einsetzen, dies auch dem neuen Minister zu vermitteln“, betont Seif. In diesem Frühjahr wurde mit dem Bau von Baustraßen im Bereich des A1-Streckenabschnitts von Kelberg bis zur Anschlussstelle Adenau begonnen.
