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Sanierung FeytalstraßeTermin der ersten Straßensperrung in Mechernich rückt näher

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Drohnenaufnahme des Einmündungsbereichs von L61 und Feytalstraße im März 2026.

Die Einfahrt von der L61 in die Feytalstraße zur Grundschule und zur Innenstadt wird ab dem 30. März voll gesperrt. Der Lidl-Supermarkt kann jedoch über eine Behelfszufahrt angesteuert werden, die anderen Gewerbebetriebe sind aus Richtung Innenstadt erreichbar.

Die Feytalstraße in Mechernich, eine der Hauptverkehrsachsen der Stadt, wird ab Montag, 30. März, im Bereich der Grundschule voll gesperrt

Montag, der 30. März, ist der erste Tag der diesjährigen Osterferien. Dann fällt in Mechernich der Startschuss für ein Bauprojekt, das den Straßenverkehr in den kommenden drei Jahren erheblich beeinflussen wird: die Erneuerung der Feytalstraße. Der erste Bauabschnitt umfasst den Bereich von der Einmündung an der L61, der sogenannten Lidl-Kreuzung, bis zur Turnhalle an der Heinrich-Heidenthal-Straße.

Der Termin für die Vollsperrung des genannten Straßenabschnitts sei bewusst gewählt worden, wird Andreas König, Teamleiter für Straßen und öffentliche Grünanlagen bei der Stadtverwaltung, in einer Mitteilung aus dem Rathaus zitiert: „Dann haben die Schulen gerade Ferien, so dass weniger Verkehr herrscht, sich die Situation entzerrt und die Verkehrsteilnehmer sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnen können.“

Offene Ganztagsschule ist auch während der Osterferien in Betrieb

Uli Lindner-Moog, Leiter der Mechernicher Grundschule, begrüßt zwar den gewählten Termin für den Beginn der Bauarbeiten, weist jedoch darauf hin, dass auch in den Osterferien der Betrieb der Offenen Ganztagsschule (OGS) ganz normal weiterlaufe: „In den Osterferien haben wir auch ständig 70 bis 90 OGS-Kinder in der Schule, die sich dann schon auf die neuen Verkehrsbedingungen rund um die Feytalstraße einstellen müssen.“

Die Feytalstraße in Mechernich führt von der Ortsmitte zum Schulzentrum.

Die Gewerbebetriebe an der Feytalstraße sollen aus Richtung Stadtmitte auch während der Bauphase erreichbar bleiben.

Inzwischen sind aber auch schon erste Hinweistafeln für die Verkehrsteilnehmer aufgestellt worden, damit sich alle frühzeitig mit der neuen Situation vertraut machen und neu orientieren können. Auf den Schildern wird auch deutlich gemacht, dass die Gewerbebetriebe an der Feytalstraße weiterhin erreichbar bleiben.

Der Lidl-Markt erhält dafür eine provisorische Zufahrt von der L61, während die anderen Gewerbebetriebe aus dem Ort heraus angefahren werden können. Die Stadt kündigt außerdem weitere flankierende Maßnahmen an, etwa Halteverbote und angepasste Markierungen, um den Verkehr in dieser Phase des Bauprojekts möglichst geordnet über die Feytalstraße zu führen.

Erste Bauphase soll laut Stadt Mechernich rund ein Jahr lang dauern

Die erste Bauphase bis zur Turnhalle wird voraussichtlich rund ein Jahr dauern, heißt es von der Stadt weiter. Hintergrund sei vor allem der Austausch des rund fünf Meter tief liegenden Hauptsammelkanals, der das Abwasser aus Mechernich zur Kläranlage in Burgfey führt. Für diese Arbeiten sei abschnittsweise eine Vollsperrung der Straße unumgänglich, so die Stadtverwaltung weiter.

Damit der Schulbusverkehr zur Grundschule und zur Gesamtschule weiterhin funktioniert, hat die Stadt gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben eine angepasste Lösung entwickelt: Die Bushaltestellen werden während der Bauphase provisorisch vom Grundschulparkplatz an die Turmhofstraße und an die Heinrich-Heidenthal-Straße verlegt. „Die Heinrich-Heidenthal-Straße wird dabei in eine Richtung ausschließlich für Linienbusse freigegeben, damit der Busverkehr zum Schulzentrum reibungslos laufen kann“, informiert die Stadt.

Bahnstraße ändert ab Kreuzung Weierstraße die Einbahnrichtung

Der Busverkehr soll dann über die Feytalstraße zur Bahnstraße abfließen, so die Stadt weiter. Dort wird die Einbahnrichtung ab der Weierstraße umgedreht, so dass die Busse weiter in Richtung Kreisverkehr Friedrich-Wilhelm-Straße fahren können. „Ein früheres Abbiegen von der Bahnstraße ist aus Platzgründen für die Busse nicht möglich“, heißt es weiter aus dem Rathaus.

Auch für die Schulwege der betroffenen Kinder und Jugendlichen werden Lösungen vorbereitet. Grundschulkinder werden von den provisorischen Haltestellen über einen eingezäunten Fußweg sicher zur Schule geführt. Für Schülerinnen und Schüler von Gymnasium und Gesamtschule verkürzt sich der Weg vom Bus zum Eingang während der Bauphase sogar.

Zusätzlich sollen markierte Furten eingerichtet werden, um die Fußgängerverbindungen zum Kindergarten am Nyonsplatz sowie zur Fußgängerbrücke sicher zu gestalten. Die Verwaltung bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis und besondere Rücksichtnahme während der Bauarbeiten. Über weitere Bauphasen und Änderungen in der Verkehrsführung will die Stadt regelmäßig informieren.


Mit dem „Fußbus“ gemeinsam zur Mechernicher Grundschule

Die Mechernicher Grundschule wird mit Beginn der Bauarbeiten am 30. März nicht mehr mit dem Auto erreichbar sein – auf diese Situation hat sich die Schule mehr als ein Jahr lang vorbereitet, berichtet Schulleiter Uli Lindner-Moog: „Unmittelbar nach dem Ende der Osterferien im vergangenen Jahr haben wir nach einem Impuls aus der Elternschaft unser Fußbus-Projekt gestartet.“

Eine Frau steht an der Grundschule in Mechernich an einem Schild, das die Haltestelle des Fußbusses kennzeichnet.

Im Hinblick auf die Sperrung der Feytalstraße haben Eltern von Grundschulkindern bereits im vergangenen Jahr das Fußbus-Projekt mit festen Routen und Zusteigepunkten initiiert.

Mit dem „Fußbus“ gelangen die Grundschulkinder auf festgelegten, verkehrsarmen Fußgänger-Routen gemeinsam zur Schule und wieder nach Hause. „Begonnen haben wir mit einer Route aus dem Baugebiet Mechernich-Nord. Inzwischen haben wir alle fünf geplanten Routen in Betrieb genommen“, freut sich der Schulleiter. Nach anfänglichen Problemen beteiligten sich inzwischen zahlreiche Schüler an den Fußbus-Linien, so der Schulleiter: „Vor allem die Route aus Richtung Vierwege wird sehr gut angenommen.“

Während der Bauphase sei der Zugang zur Grundschule und zum Schulzentrum auch von der Bruchgasse her möglich, betont Schulleiter Lindner-Moog: „Das verkürzt den Fußweg aus dieser Richtung enorm.“ Außerdem werde man schulintern noch einmal verstärkt auf die Nutzung der Fußbus-Linien hinweisen. Er gehe davon aus, dass sich die Zahl der Nutzer mit Beginn der Straßensperrung erhöhen werde.