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Internationale ProduktionHollywood-Regisseur dreht Psychohorrorfilm an den Katzensteinen

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Auf einem abgesperrten Fahrstreifen der L61 bei Katzvey stehen Lastwagen eeiner Filmproduktionsgesellschaft. Zwei Männer schieben einen Scheinwerfer über den Gehsteig.

Zwei Nächte lang wurde an den Katzensteinen bei Katzvey gedreht.

Ein internationales Team arbeitet auch in der Eifel an einer Neuinterpretation des deutschen Stummfilm-Klassikers „Das Cabinet des Dr. Caligari“.

Die Felsformation der Katzensteine hat bereits vielfach als Kulisse für Kino- und TV-Dreharbeiten gedient: Moritz Bleibtreu wurde dort in seiner Rolle als „Mann mit der Narbe“ für den Film „Die schwarzen Brüder“ abgelichtet, Komiker Otto Waalkes gab den Mittelalter-Magier „Catweazle“, und auch das Team der Krimiserie „SOKO Köln“ und andere Produktionen waren schon an den markanten Sandsteinfelsen im Tal des Veybachs zu Gast.

Als in der vergangenen Woche die Fahrbahn der L61 im Bereich der Katzensteine für zwei Tage halbseitig mit einer Ampel abgesperrt wurde, war Anwohnern und Passanten also schnell klar, was Sache war.

Bei der Arbeit wollten sich die Filmleute diesmal allerdings nicht über die Schulter schauen lassen. „Ans Set darf ich Sie leider nicht lassen“, zeigte sich Producerin Julia Brachert unerbittlich. Zwei Tage – oder besser gesagt: Nächte – verbrachte das Team an den Katzensteinen. „Wir haben am Donnerstag und Freitag zwei Nachtdrehs dort absolviert“, bestätigte die Mitarbeiterin der „augenschein Filmproduktion GmbH“ aus Köln, die aktuell an der Neuverfilmung eines deutschen Stummfilm-Klassikers aus dem Jahr 1920 mitarbeitet.

Neuauflage eines Klassikers des Horror-Genres

Unter der Regie des US-Amerikaners John Erick Dowdle arbeitet ein internationales Team an einer modernen Fassung von „Das Cabinet des Dr. Caligari“. Der expressionistische Stummfilm aus dem Jahr 1920 gilt bis heute als einer der größten und einflussreichsten Horrorfilme aller Zeiten. „Selbst mehr als 100 Jahre nach seiner Uraufführung ist er noch immer imstande, Zuschauern einen eiskalten Schauer über den Rücken zu jagen“, heißt es in einem Beitrag des Branchenportals filmstarts.de.

Felspartie an den Katzensteinen

Schon oft dienten die markanten Sandsteinfelsen der Katzensteine als Filmkulisse.

Die Hauptrolle in der Neuverfilmung übernimmt der US-Schauspieler Michael Shannon, der für seine Darstellung eines Psychiatrie-Patienten in „Zeiten des Aufruhrs“ (2008) an der Seite von Kate Winslet und Leonardo DiCaprio für einen Oscar als bester Nebendarsteller nominiert war. „Da mein Bruder und ich bereits bei mehreren Projekten mit Shannon zusammengearbeitet haben, konnten wir aus erster Hand erleben, welch beunruhigende Intensität er selbst in einfachste Momente einbringen kann“, wird der Hollywood-Regisseur in einer Mitteilung der Produktionsfirma zitiert. Drew Dowdle, der Bruder des Regisseurs, ist für das Drehbuch des Kinofilms verantwortlich.

Team dreht weitere Szenen des Spielfilms in Monschau

„Die Vorstellung, Shannon in der Rolle des schrecklichen Dr. Caligari zu sehen, entwickelte sich für uns zu einer regelrechten Obsession“, so Dowdle weiter. Das „Vertrauen und die eingespielte kreative Zusammenarbeit“ ermögliche es, „bei der Neuinterpretation dieses ikonischen Klassikers des deutschen Expressionismus für ein modernes Publikum noch tiefer zu gehen und mutigere Wege zu beschreiten“, so der Regisseur: „Ich freue mich unglaublich darauf, diesen Alptraum gemeinsam mit ihm zum Leben zu erwecken.“

Shannon spielt in dem nervenaufreibenden Psychohorror-Film die Titelrolle des Schurken Dr. Caligari – eines reisenden Mesmeristen, der mit einem von ihm kontrollierten Schlafwandler von Ort zu Ort zieht und dabei eine Spur grausamer Morde hinterlässt. Als der Freund einer jungen Frau auf mysteriöse Weise verschwindet, vermutet sie, dass der rätselhafte Caligari irgendwie dafür verantwortlich sein könnte. Das Problem dabei: Niemand glaubt ihr.

Das Projekt hat eine Förderung der Film- und Medienstiftung NRW erhalten. „Neben Katzvey gibt es noch einen weiteren Drehort in der Eifel“, informiert Producerin Julia Brachert: „Einige Szenen des Films werden wir noch in Monschau drehen, bevor es zurück nach Köln geht.“ Wann der fertige Film in die Kinos kommt, steht allerdings noch nicht fest.