Kürbis-Bratwürste, Kürbis-Schnaps und Kürbis-Pommes können die Besucher derzeit auf den Krewelshöfen in Mechernich-Obergartzem und in Lohmar probieren. Aktuell dreht sich auch dort alles um die Kürbisse. „Wir haben hier aktuell etwa 160.000 Kürbisse in Szene gesetzt“, berichtet Max Bieger mit Blick auf den Krewelshof in Lohmar. Mit mindestens genauso vielen Kürbissen haben es die Besucher auch auf dem Krewelshof in Obergartzem zu tun.
60 Sorten und eine Million Kürbisse
Bieger gehört zur dritten Generation auf den Krewelshöfen. „Wir haben etwa 60 verschiedene Sorten im Anbau“, berichtet er. Der Junior geht davon aus, dass auf den Anbauflächen der Krewelshöfe bis Ende Oktober etwa eine Million Kürbisse geerntet werden. Darunter sind auch Sorten wie „Crowned Princel“, der nach Karotten schmeckt, oder „Honey Ball“, dessen Geschmack an Honig- und Wassermelonen erinnert. Alle Kürbisse kann man in Obergartzem und Lohmar nicht nur bewundern, sondern auch frisch vom Feld kaufen. Viele Besonderheiten finden die Kunden auch im Hofcafé. „Unser Küchenteam entwickelt jedes Jahr neue Rezepte“, verrät Max Bieger. Die neuesten Kreationen sind süße oder herzhaft geröstete Kürbiskerne.
Kürbiskunst zum Thema „Fliegen“ in Lohmar
Eine Besonderheit der Krewelshöfe ist sicherlich die aus Kürbissen geschaffene Kunst, die sich in diesem Jahr in Lohmar ganz dem Thema „Fliegen“ widmet. So können sich die Besucher in Lohmar einer außergewöhnlichen „Flieger-Ausstellung“ sicher sein. In Originalgröße gibt es zum Beispiel einen Doppeldecker zu bestaunen.
Durch den „Kürbis-Dschungel“ in Obergartzem
In Obergartzem können die Besucher hingegen durch die Wunderwelt des „Kürbis-Dschungels“ spazieren. Da sind zum einen natürlich die aus Kürbissen gestalteten Bewohner: Papagei und Chamäleon, Affe und Elefant und direkt aus dem Dschungelbuch sogar Mogli und sein Freund Balu der Bär. Mit Beginn der dunklen Jahreszeit lachen den Besuchern aber auch immer wieder Kürbisfratzen in allerlei Größen und Grimassen entgegen. „Ein Künstler aus der Schweiz baut uns die Gerüste aus Holz und Stahl, an denen wir unsere Kürbisse befestigen“, erklärt Max Bieger.
Mehr als 100.000 Kürbisse wurden für die Ausstellung in Szene gesetzt. Immer wieder laden Fotospots dazu ein, bleibende Erinnerungen von dem Ausflug mit Freunden und Familie zu schaffen – wie Cinderella in der Kürbis-Kutsche, zwischen mannshohen „Glückspilzen“ oder unter den hängenden Weiden-Ästen zwischen grinsenden Halloween-Kürbissen.
Lichtershow „Pumpkin in the Dark“
Ein besonderes Highlight ist schließlich noch die Lichtershow „Pumpkin in the Dark“, die in einer abgedunkelten Scheune zu instrumentaler Musik außergewöhnliche Bilder zum Leben erweckt. Da klettert ein Affe die Scheunenwand hoch, ein Gepard setzt elegant zum Sprung an, eine Kobra richtet sich majestätisch auf. Dazwischen zeigen sich filigran die grünen Blätter des Dschungels unter dem glitzernden Sternenhimmel.

Köstlichkeiten aus Kürbissen
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Der Blick in die Region
„Wir sind kürbisverrückt“, heißt es etwa auf der Homepage des Biohofs Bursch in Bornheim-Waldorf an der Grenze zum Rhein-Erft-Kreis. Kürbisse sind dort und in anderen Höfen aktuell die Stars in den Auslagen und auf den Ausstellungsflächen. Einige haben sogar Augen, Nase und breitgrinsende Mäuler und lachen ihre Betrachter keck aus den Regalen an. „Das ist alles Handarbeit“, erklärt Kürbis-Künstlerin Aneta Thomas. In ihrem Atelier in Hürth-Fischenich gibt sie vielen Kürbissen ein ganz besonderes Aussehen – lustig, finster, kess, mitunter sogar ein bisschen gruselig. Und es ist nicht übertrieben, ihr die Rolle der Trendsetterin zuzuschreiben. Jedes Jahr lässt sie sich neue Besonderheiten einfallen, wie sie die Kürbisse noch schöner und dekorativer gestalten kann. Ihre Kürbis-Kunstwerke sind längst auch national gefragt und können deutschlandweit in vielen Geschäften und Hofläden gekauft werden.
Kürbispyramide und Kürbishaus auf dem Gertrudenhof
Auch auf dem Gertrudenhof in Hürth-Hermülheim führt eigentlich kein Weg an der einen oder anderen lachenden Kürbis-Grimasse vorbei. Insgesamt hat Inhaber Peter Zens in seinem Hofladen und seinem Kürbis-Park mehr als 100.000 Kürbisse dekorativ in Szene gestellt. Kürbisse sind dort sogar zu imposanten Kunstwerken verbaut. Blickfänger sind die rund sieben Meter hohe Kürbispyramide und das Kürbishaus, das von den Gästen längst zum richtigen Fotohotspot auserkoren wurde. „Wir hatten Kürbisse schon vor rund 15 Jahren im Anbau“, berichtet Zens. Damals seien die roten Früchte vom Feld noch ziemlich exotisch gewesen. Zens erinnert sich noch genau an die erste Kürbisausstellung 2020 während der Corona-Pandemie. Die Sortenvielfalt habe danach richtig Fahrt aufgenommen. Im Themenpark und im Hofladen lassen sich Kürbisse heute mit allen Sinnen erleben.
Mehr als 100 Sorten und neue Rezepte
Zens bietet mehr als 100 verschiedene Kürbissorten an. „Etwa ein Drittel der Kürbisse sind essbar“, berichtet er. Den bekannten Hokkaido gibt es bei ihm längst nicht nur in leuchtendem Rot. „Ihn haben wir hier auch in Grau oder Grün – passend zum Wohndesign“, erklärt der Inhaber. Vom Geschmack her unterscheiden sie sich aber nur in kleinen Nuancen.
Sehr beliebt und aromatisch seien auch der Butternut und der Mikrowellen-Kürbis. „Letzterer ist aufgrund seiner Größe auch für kleine Haushalte geeignet“, erklärt Zens. Der Landwirt kennt die Namen all seiner Kürbisse. Mehr noch: Er weiß, wie sie schmecken. Mit seinem Team entwickelt er jedes Jahr neue Kürbisrezepte. Neueste Kreationen sind zum Beispiel das Kürbis-Crêpe und der Kürbis-Secco. Ein besonderes Gaumen-Erlebnis ist der Pumpkin Spice Latte – ein Latte Macchiato mit einem Schuss Kürbissirup und einem Sahnehäubchen. Zens' persönlicher Favorit ist der Spaghetti-Kürbis mit Hackfleischsoße aus dem Backofen.
Öffnungszeiten
Die Krewelshöfe in Lohmar (Krewelshof 1) und Obergartzem (Krewelshof 1) haben täglich von 9 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Die Ausstellungen eröffnen in Obergartzem um 10.30 Uhr und in Lohmar um 11 Uhr. Der Kürbis-Park im Gertrudenhof in Hürth (Lortzingstraße 160) ist montags bis freitags ab 10 Uhr sowie samstags und sonntags ab 9 Uhr geöffnet. Freitags und samstags schließt er um 21.30 Uhr, ansonsten um 19 Uhr. Es wird empfohlen, die Tickets möglichst früh online zu buchen. Der Biohof Bursch in Waldorf (Weidenpeschweg 31) ist von Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr, samstags bis 15 Uhr geöffnet. Auch dort können die Kürbisse frisch vom Feld oder im Hofladen gekauft und in süßen und deftigen Speisen im Hofcafé gegessen werden.

