Seit 125 Jahren wird in Glehn Theater gespielt. Im neuen Stück geht es um einen Buchautoren, der dringend eine Ehefrau sucht.
Jubiläum im Herbst„Lediglich ledig“ heißt die neue Komödie des Theatervereins Glehn

Freuen sich auf das große Jubiläumsfest im September: Die Akteure des Theatervereins Eintracht Glehn, der vor 125 Jahren gegründet wurde. Hier kurz vor der Premiere ihres neuen Stücks.
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Am 26. September wird Jubiläum gefeiert: Vor 125 Jahren wurde der Theaterverein „Eintracht“ Glehn gegründet. Das war am 8. Mai 1901. Klar, dass deshalb die neue Jahresproduktion auch an einem 8. Mai über die Bühne ging. Kurz nach Karneval hatte das siebenköpfige Ensemble um Spielleiterin Christel Heid mit den Proben für die dreiaktige Komödie „Lediglich ledig“ von Ute Tretter-Schlicker begonnen.
„Wie immer haben wir zum Muttertagswochenende Premiere“, so Heid. Das war nicht anders in diesem Jahr. Drei Aufführungen waren angesetzt – alle drei seien „ausverkauft“, freute sich Heid. Zudem: Die neue Produktion des Laien-Ensembles war die erste, die auf der Bühne des neuen Dorfgemeinschaftshauses stattfand. Und die ist breit genug für das von den Akteuren selbst gezimmerte Bühnenbild zu „Lediglich ledig“: ein durch und durch bürgerliches Wohnzimmer, ausgestattet mit Kleinmöbeln aus den Haushalten der „Eintracht“-Aktiven.
Ingrid Heid seit Anfang der 1970er im Theaterverein dabei
Unter ihnen ist Ingrid Heid – bei der „Eintracht“ gibt es gleich vier dieses Nachnamens. Die Heids kann man so guten Gewissens als Glehner Theaterdynastie bezeichnen. „Ich bin seit 1971 dabei, und immer noch, weil es mir einfach Spaß macht“, so die dienstälteste Akteurin. Das jüngste Mitglied des Ensembles wiederum ist Souffleuse Celina Klein, die die Absicherung bei Blackouts oder Texthängern ist.
Der Inhalt der neuesten Theaterproduktion ist schnell erzählt: Konrad, Erfolgsschriftsteller, dessen scheinbar autobiografische Bücher die perfekte Ehe beschreiben, ist eigentlich ein Blender. Er ist gar nicht verheiratet, was außer ihm nur Freund Oskar weiß und bisher eigentlich kein Problem war. Doch überraschend kündigt Konrads Verleger seinen Besuch an. Wo soll Konrad, der Single, so schnell die Frau finden, die dem perfekten Ehefrauenbild seiner Bücher entspricht?
Hauswirtschafterin Klara, nicht gerade dem geforderten Idealbild entsprechend, wittert ihre Chance, auch eine Schauspielerin, die Konrad für den Besuchstag anheuern will, macht sich Hoffnungen. Also genug Angebote für turbulente Verwicklungen und Missverständnisse. Vor allem aber für eine gute Unterhaltung des Publikums, das sich über eine Szene, in der Eifeler Platt gesprochen wird, über die schönsten Schimpfwörter im heimischen Dialekt amüsieren kann.
