Am 16. Mai findet in Euskirchen rund um den Klosterplatz wieder der Pride Day statt. Höhepunkt ist die CSD-Parade mit mehr als 800 Teilnehmenden.
Queere CommunityCSD in Euskirchen bricht zahlreiche Rekorde – Parade in der Innenstadt

In Euskirchen findet am Samstag, 16. Mai, der nächste CSD-Umzug in der Innenstadt statt. Die Parade startet um 14.30 Uhr.
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Die Vorbereitungen für den CSD Euskirchen laufen auf Hochtouren. Und der Pride-Tag mit zahlreichen Info-Ständen, Vorträgen, Musikauftritten und dem Umzug durch die Euskirchener Innenstadt könnte Rekorde brechen. Nach Angaben von Organisator Winfried Kubitza-Simons haben sich bisher für die Veranstaltung am Samstag, 16. Mai, rund um den Klosterplatz 38 Organisationen und Initiativen für Info-Stände angemeldet. „So viele hatten wir noch nie“, sagt der Vorsitzende des Vereins „Queer Euskirchen“.
Und auch für den Umzug selbst, der vom Klosterplatz über Hochstraße, Wilhelmstraße, Fußgängerzone (Neustraße) bis zum Annaturmplatz und zur Dechant-Voigt-Straße ziehen wird, haben sich dem Organisator zufolge etwa 800 Teilnehmende angekündigt. „Auch das ist ein Rekordwert“, so Kubitza-Simons.
Chor von Geflüchteten singt in Euskirchen am Viehplätzchen
Von der Dechant-Voigt-Straße geht es übrigens über die Kirchstraße und die Bischofstraße zum Viehplätzchenviertel. „Dort machen wir eine kurze Pause, damit alle Gruppen aufschließen können“, so der Euskirchener. Nach einem Auftritt eines Chors von Geflüchteten geht es dann über die Wolfsgasse und die Garten- und Berliner Straße wieder zum Klosterplatz. Starten wird die Parade, bei der auch ein Flashmob geplant ist, um 14.30 Uhr.
Bereits drei Stunden früher startet der Tag, der ganz im Zeichen der LGBTQIA+-Gemeinschaft steht, mit dem Konzert der Band „Kallebass“. Die Trommel-Combo wird ab 11.30 Uhr auf dem Klosterplatz alle Teilnehmenden zusammentrommeln – im wahrsten Sinne des Wortes.
Schirmherrschaft hat Kyke Slawik übernommen
Unter anderem werden zwischen 11.30 und 14.30 Uhr auch Stephan Brings, die Pink Poms und Dieva auftreten. Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung hat Nyke Slawik, seit 2021 Bundestagsabgeordnete der Grünen. „Queere Sichtbarkeit darf kein Privileg der Großstädte sein. Sie gehört in jede Kommune und in jedes Dorf unseres Landes“, so Slawik.
Wie Organisator Kubitza-Simons ankündigt, wird es im Vorfeld der Veranstaltung noch ein Gespräch mit der Euskirchener Polizei geben. Dabei werde es auch um das Sicherheitskonzept für die Veranstaltung selbst, aber auch den Umzug durch die Euskirchener Innenstadt gehen.
Wie mittlerweile üblich, geht es auch darum, Zufahrtswege zu blockieren. Außerdem sind an diesem Tag Awareness-Teams im Einsatz und ansprechbar, wenn es zu diskriminierendem oder grenzüberschreitendem Verhalten kommt. „Natürlich stellen wir auch viele Ordnerinnen und Ordner. Hier können sich gerne noch Menschen melden, die uns unterstützen wollen“, so Winfried Kubitza-Simons.
