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Für Naherholung und TourismusStadt will die Freibäder in Schleiden und Gemünd erhalten

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Ein Mädchen springt vom Drei-Meter-Turm im Gemünder Rosenbad.

Den Sprung ins kühle Nass genießen viele Badbesucher bei den hohen Temperaturen.

Die Freibäder in Gemünd und Schleiden sind für die Stadt wichtige Infrastruktureinrichtungen. Deshalb erhalten die Betreiber jährlich Zuschüsse.

Für die Stadt Schleiden sind die Freibäder in Schleiden und Gemünd wichtig für die Naherholung und den Tourismus. Deshalb soll auch der Pachtvertrag mit dem Bürgerbadverein Gemünd für das Rosenbad vorzeitig verlängert werden. Nach den Sommerferien wird der Stadtrat darüber entscheiden.

CDU und Grüne im Stadtrat hatten beantragt, dass die Verwaltungsführung mit dem Trägerverein Bürgerbad Gemünd Gespräche über die Verlängerung des Pachtvertrags Gespräche führt. Der aktuelle Pachtvertrag laufe zwar erst am 31. Dezember 2027 aus. Trotzdem solle die Vertragsverlängerung noch in diesem Jahr erfolgen, damit sich beide Vertragspartner in finanzieller und personeller Hinsicht entsprechend rechtzeitig aufstellen könnten. Insbesondere der Trägerverein benötige diese Planungssicherheit, die er für die mittelfristige Organisation, Personalplanung und künftige Investitionen zwingend benötige.

Günstiges Freizeitangebot für Familien mit Kindern

Das Rosenbad sei eine unverzichtbare Freizeit- und Sporteinrichtung, die erheblich zur Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger in der Kommune beitrage. Viele Gemünder würden die Möglichkeit nutzen, in der Saison regelmäßig in dem schön gelegenen und gut gepflegten Bad schwimmen zu können. Auch Familien mit Kindern können ohne weite Wege ein günstiges Freizeitangebot nutzen.

Der Badleiter mit einem roten T-Shirt und einer weißen kurzen Hose steht an einem Wasserspeier im Schwimmbad.

Badleiter Thomas Engelmayer kennt viele der Stammgäste, die regelmäßig das Rosenbad besuchen.

Blick auf das Schwimmbad mit den verschiedenen Becken.

In das Schleidener Freibad sind im vergangenen Jahr rund 300.000 Euro investiert worden.

Der Erhalt des Bades sei aber nicht nur für die Naherholung entscheidend, sondern stelle einen wesentlichen Baustein für den Tourismus dar. Das Bad ist für Nutzer des stark frequentierten Wohnmobilhafens, der Ferienhäuser des „Eifel Chalets“ und für Gäste der Jugendherberge gut zu erreichen.

„Ein Wegfall des Bades würde die Attraktivität des Standortes für Gäste massiv schwächen und hätte unweigerlich negative wirtschaftliche Folgen für den örtlichen Tourismus“, heißt es in dem Antrag von CDU und Grünen. Als ein Baustein im Rahmen der für Gemünd beworbenen Kneipp-Anwendungen sei das Freibad ebenso unverzichtbar.

Begegnungsstätte, in der Menschen ins Gespräch kommen

Das Rosenbad wird seit 1990 vom Trägerverein Bürgerbad Gemünd betrieben. „Der Verein hat aktuell rund 500 Mitglieder“, erklärt Badleiter Thomas Engelmayer. Der Mitgliedsbeitrag liege bei 20 Euro pro Jahr. Die Anlage sei auch eine Begegnungsstätte, in der Menschen miteinander ins Gespräch kämen. „Viele Besucher kennen sich und lieben das familiäre Flair auf der Anlage.“

„2026 ist das beste Jahr in den vergangenen fünf Jahren“, betonte der Badleiter. In den Hitzephasen an Pfingsten und im Juni sei das Bad voll gewesen. Auch aktuell kämen viele Badegäste: „Darunter sind in der Ferienzeit auch einige Touristen.“ Im nächsten Jahr soll das Angebot für die Besucher noch um ein Boccia-Feld erweitert werden: „Ein Badegast hat dafür sieben Tonnen Sand gespendet.“

Das Bad in Schleiden hatte der Geschäftsmann Elmar Scholzen 1990 übernommen, nachdem sich die Pächter der Kur- und Gastronomie GmbH zurückgezogen hatten. 1994 wurde eine große Rutsche errichtet. 2004 wurden die Becken in eine Edelstahlanlage umgebaut, 2020 entstand ein Becken für Kleinkinder.

Stadt zahlt für beide Freibäder einen Zuschuss

Nach dem Tod von Elmar Scholzen wird der Betrieb von Sohn Thomas Scholzen fortgeführt. Im vergangenen Jahr hatte er rund 300.000 Euro investiert, um das Umkleidegebäude zu sanieren und die Duschbereiche, Umkleiden und Toiletten sowie den Eingangsbereich neu zu gestalten.

Eigentümer der beiden Bäder ist die Stadt Schleiden, die den Betrieb mit Zuschüssen unterstützt. „Der Trägerverein in Gemünd bekommt bislang jährlich einen Zuschuss zwischen 110.000 und 115.000 Euro“, erklärte der Kämmerer der Stadt, Marcel Wolter. Der Wiederaufbau des Bades nach der Flut sei auch über die Stadt gelaufen. Gleiche gelte für große Investitionen. Der Verein sei für die Bauunterhaltung zuständig.

Dagegen habe in Schleiden Scholzen als Investor die Investitionen und die Sanierung nach der Flut bezahlt. Deshalb sei der städtische Zuschuss mit 138.000 Euro pro Jahr etwas höher. „Klar ist, dass Bäder, in denen das Schwimmen im Vordergrund steht, nicht ohne Zuschüsse betrieben werden können“, betonte Wolter.

Doch gerade bei den aktuellen Temperaturen seien sie ein wichtiges Angebot. „Die Stadt ist bemüht, wichtige Infrastruktur wie die Bäder in Gemünd und Schleiden langfristig zu erhalten“, so Bürgermeister Ingo Pfennings.