Das Gemünder Kurhaus soll besser vermarktet werden. Parallel ist die GfW auf der Suche nach einem langfristigen Nutzer.
Vermarktung hat begonnenTagungsbereich im Gemünder Kurhaus soll ausgebaut werden

Das Kurhaus in Gemünd mit seinen Veranstaltungsräumen soll intensiver vermarktet werden.
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Der Kurhauskomplex in Gemünd soll als Veranstaltungsort weiterentwickelt und neue Zielgruppen angesprochen werden. Die Geschäftsführerin der mit der Vermarktung beauftragten Gesellschaft für Wirtschaft, Tourismus und Veranstaltungen (GfW) der Stadt Schleiden, Bianka Renn, will vor allem den Tagungsbereich ausbauen.
Die Stadt Schleiden hatte, wie berichtet, zu Jahresbeginn wieder den Kurhauskomplex mit den Seminarräumen, dem großem und kleinen Kursaal sowie dem Restaurant übernommen. Der bisherige Kurhausbetreiber Stefan Nettersheim führt seinen gastronomischen Betrieb im Kurparkrestaurant fort, ist künftig aber nicht mehr für die Vermarktung und den Veranstaltungsbetrieb im Kurhaus verantwortlich.
Mitte Juli hatte der Stadtrat die GfW mit Marketing, Kommunikation, Akquise und der vertraglichen Abwicklung der Vermietungen beauftragt, befristet bis zum 31. Dezember 2027. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, dass die GfW, die zurzeit im alten Rathaus in Schleiden untergebracht ist, auch einige Räume im Bürotrakt im Kurhaus bezieht. Dafür wären allerdings zwei Seminarräume weggefallen. Doch dem folgte der Stadtrat nicht, die GfW bleibt erst einmal in Schleiden.
Standort in Gemünd soll gezielt weiter entwickelt werden
Renn sieht die Chance, das Kurhaus gezielt weiterzuentwickeln: „Mit dem befristeten Auftrag erhält die GfW die Möglichkeit, das Kurhaus als Veranstaltungsstätte sichtbar zu positionieren. Unser Ziel ist es, Erfahrungen zu sammeln, Nutzungsmöglichkeiten aufzuzeigen und damit eine fundierte Grundlage für Entscheidungen über die langfristige Zukunft des Hauses zu schaffen.“
„Es gibt schon erste Anfragen und Buchungen“, berichtet Renn. Entwicklungspotenzial sieht die Geschäftsführerin vor allem im Tagungsbereich: „Das ist ein Bereich, an dem wir arbeiten werden.“ Zusätzliches Personal für die neue Aufgabe soll es erst einmal nicht geben.
Perspektive für die langfristige Nutzung des Kurhauses gesucht
Darüber hinaus soll die GfW Gespräche mit Interessenten aus der Privatwirtschaft und mit Vereinen führen, die sich eine langfristige Anpachtung der Veranstaltungsräume vorstellen können. Damit wird parallel zur kurzfristigen Vermarktung auch nach einer nachhaltigen Perspektive für die Nutzung und den Betrieb des Kurhauses gesucht.
Mit dem Kurhaus verfüge die Stadt über eine etablierte Veranstaltungsstätte mit Bedeutung weit über die Stadtgrenzen hinaus, so Renn. Insbesondere der große Kursaal biete mit seiner modernen Veranstaltungstechnik attraktive Voraussetzungen für verschiedene Veranstaltungsformate – von Konzerten und Kulturveranstaltungen über Tagungen und Firmenevents bis hin zu privaten Feiern. Der kleine Kursaal sowie die Räume Nepomuk, Eiche und Buche bieten weitere Möglichkeiten. „Wir können Räume für Veranstaltungen mit 20 bis 450 Personen anbieten“, so die Geschäftsführerin.
„Dieses Potenzial wollen wir künftig wieder stärker sichtbar machen und nutzen“, erklärt Bürgermeister Ingo Pfennings. Die GfW werde das Kurhaus gezielt vermarkten, Veranstaltungen akquirieren und die vertragliche Abwicklung im Namen und Auftrag der Stadt übernehmen. Auch die Begleitung von sogenannten Location-Checks für potenzielle Veranstalter gehöre zum Aufgabenbereich. Er sei überzeugt, dass mit diesem Schritt eine gute Grundlage geschaffen werde, um das Kurhaus wieder stärker als Veranstaltungsort für Schleiden und die gesamte Region zu positionieren.
