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WiederaufbauArbeiten im Waldfreibad Euskirchen liegen im Zeitplan

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Der Plan zeigt die künftige Gestaltung des Waldfreibads an der Steinbachtalsperre.

Die Stadt Euskirchen baut das Waldfreibad an der Steinbachtalsperre für 7,9 Millionen Euro um.

Die Stadt Euskirchen hat keine Zweifel, dass das sanierte Schwimmbad im kommenden Jahr wieder in Betrieb gehen kann. Auf der Sportanlage im Auel soll noch in diesem Jahr der Ball wieder rollen.

Der Wiederaufbau des Waldfreibads an der Steinbachtalsperre verläuft nach Angaben von Euskirchens Bürgermeister Sacha Reichelt „weitgehend zufriedenstellend“. „Wir haben seitens der Verwaltung keine ernsthaften Zweifel: Der angestrebte Wiedereröffnungstermin im kommenden Jahr ist nicht gefährdet“, berichtete der Verwaltungschef im jüngsten Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit.

Um Amphibien zu schützen, sei im Bereich der Baustelle ein Amphibienschutzzaun aufgestellt worden. Die Tiere würden gesammelt und an anderer Stelle wieder in die Wildbahn entlassen. Auch um die Gastronomie macht sich die Stadt keine Sorgen. Im Brauhaus an der Steinbachtalsperre sei im Inneren schon einiges passiert. Der Betreiber habe signalisiert, dass er nach wie vor großes Interesse an der Wiedereröffnung habe. Es sei aber nicht lukrativ, das Brauhaus ohne Freibadbetrieb zu eröffnen. Daher hoffe auch er auf eine baldige Eröffnung.

7,9 Millionen steckt die Stadt in den Wiederaufbau

7,9 Millionen Euro investiert die Stadt in den Wiederaufbau des Waldfreibads, das bei der Flutkatastrophe vor fast fünf Jahren stark beschädigt worden war. „97 Prozent davon werden aus Landes- und Bundesmitteln zum Wiederaufbau bestritten“, so Reichelt.

Die alten Holzbauten, in denen sich Kasse, Sanitäranlagen und Umkleiden befinden, bleiben so, wie man sie kennt. Das große Schwimmbecken mit einer Fläche von 7500 Quadratmetern wird zukünftig unterteilt in verschiedene Bereiche: einer mit 70-Meter-Bahnen, die zum Sportschwimmen einladen, sowie ein Nichtschwimmerbereich mit Rutsche, Geysir, Schwalldusche, Sprühsteinen und Massagedüsen.

Der alte Sprungturm wird aus Sicherheitsgründen erneuert

Durch einen Steg abgetrennt, findet sich das Sprungbecken. „Der alte Sprungturm wird erneuert, da er heutige Sicherheitsstandards nicht mehr erfüllt“, so Reichelt. Zwei der Plattformen liegen nämlich übereinander, was ein Risiko birgt. Fertig sein soll alles bis zur Freibadsaison im kommenden Jahr.

Auch bei der Sportstätte im Auel läuft der Wiederaufbau auf Hochtouren. Wann die Sportanlage mit ihren beiden Kunstrasenplätzen, der Kaltlufthalle, dem Kleinspielfeld und den Umkleiden genutzt werden kann, ist aber noch offen. Ursprünglich war der Plan der Stadt, die Anlage am 21. Juli – also genau fünf Jahre nach der Flutkatastrophe – an die JSG Erft Euskirchen zu übergeben.

Spielbetrieb im Auel soll noch in diesem Jahr aufgenommen werden

Auch, wenn die Arbeiten derzeit zügig voranschreiten und auf dem ehemaligen Tennenplatz bereits ein kräftiges Kunstgrün zu sehen ist, ist dieser Zeitplan nicht mehr zu halten. Das hat auch mit der Bodenverdichtung zu tun, die nötig geworden ist, weil im Nachgang der Flut der Grundwasserspiegel gestiegen war.

„Wir gehen fest davon aus, dass in diesem Jahr noch der Spielbetrieb aufgenommen werden kann“, sagte Reichelt im Ausschuss. Konkreter werden wollte die Stadt auch nach einer Anfrage dieser Redaktion nicht. „Dazu ist im Ausschuss alles gesagt worden, was wir zum jetzigen Zeitpunkt sagen können. Weitere Details klären sich im weiteren Verlauf in nach wie vor enger Abstimmung mit den Vereinen“, teilte Tim Nolden, Pressesprecher der Stadt Euskirchen, mit. Sobald es konkret genug sei, werde die Stadt dies gemeinsam mit den Vereinen bekanntgeben, so der Pressesprecher weiter.

Nach Informationen dieser Zeitung ist laut Bauzeitenplan des neuen Mehrzweckgebäudes, in dem auch die Umkleiden untergebracht sein werden, für Mitte September die Abnahme geplant. Ob das klappt, ist offen. Daher ist auch der Zeitpunkt offen, wann das Gebäude samt Gelände an die JSG übergeben werden kann. Die Termine der Gewerke können sich nämlich noch mal verschieben. Dadurch könnte sich auch die Fertigstellung verschieben. So war es jüngst auf der Baustelle zu hören.

Derweil hat die Stadt die Stellen für die Platzwarte ausgeschrieben. Die sind wichtig, damit die Anlage nicht nur von der JSG Erft, sondern auch von der Öffentlichkeit in den Nicht-Trainingszeiten genutzt werden kann.