Euskirchen-Kirchheim – Für die Löschgruppe Kirchheim war es am Mittwoch ein arbeitsreicher Abend. Etwa vier Stunden nach dem schweren Unfall auf der Landesstraße 11 piepsten kurz nach 21 Uhr erneut die Meldeempfänger der Wehrkräfte.
Diesmal war ein Verkehrsunfall auf der Landesstraße 210 der Grund.
1,16 Promille im Blut
Ein 55-jähriger Fahrer eines Transporters hatte den Unfall verursacht. Der Euskirchener war mit seinem Ford Transit aus Richtung Kirchheim auf einem Feldweg unterwegs gewesen.
Er wollte die Landesstraße 210 überqueren, um dann auf einem Feldweg weiter in Richtung Schweinheim zu fahren.
Der 55-Jährige missachtete die Vorfahrt eines 50-jährigen Euskircheners, der mit seinem Opel Astra mit Schleidener Kennzeichen von Loch in Richtung Flamersheim unterwegs war. Der Opel-Fahrer hatte noch versucht, durch Ausweichen den Unfall zu verhindern. Doch der Transporter erwischte das Cabrio im Bereich der Motorhaube auf der Fahrerseite.
Beide Fahrzeuge wurden in Richtung Schweinheim geschleudert. Der Transporter rutschte eine Böschung hinab und blieb etwa drei Meter unterhalb der Straße auf einem Feld stehen. Der Opel kam auf dem Feldweg zum Stehen. Der 50-Jährige wurde im Wagen eingeklemmt, die Feuerwehr musste ihn befreien.
Der Opelfahrer wurde schwer verletzt. Der Unfallverursacher konnte nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ das Krankenhaus noch am Abend verlassen.
Weil den Polizeibeamten auffiel, dass der Mann nach Alkohol roch, machten sie einen Alkoholtest. Das Testgerät zeigte einen Wert von 1,16 Promille an. Der Mann wurde eine Blutprobe entnommen. Seinen Führerschein ist er los.

