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Doku bei VoxMatts aus Großbüllesheim kehrt auf den Bildschirm zurück

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Zwei jungen und ein Mädchen sitzen am Tisch. Im Hintergrund ist auf einem Bild ein Segelschiff zu sehen.

Dem Großbüllesheimer Matts Gross (M.) kann man bei Vox beim Großwerden zu sehen.

Der Großbüllesheimer Matts Gross macht auch bei der neuen Staffel von „Wir werden groß“ mit. Gedreht wurde diesmal auch auf einem Schiff.   

Seit zehn Jahren begleitet ein außergewöhnliches Fernsehprojekt zwölf Kinder aus ganz Deutschland auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben. Nun startet die neue Staffel von „Wir werden groß! – Teenager auf Entdeckungskurs“, die am Dienstag, 28. Juli, um 20.15 Uhr bei VOX und auf RTL+ zu sehen ist. Mit dabei ist erneut der Großbüllesheimer Matts, der inzwischen fast 14 Jahre alt ist und mitten in der Pubertät steckt.

Mutter und Sohn stehen nebeneinander. Er hat einen Arm auf ihre Schulter gelegt.

Mutter Nicole und ihr Sohn Matts Gross

Die Dokumentationsreihe verfolgt seit 2016 die Entwicklung der Jugendlichen und zeigt, wie sich ihre Persönlichkeiten, Werte und Zukunftsvorstellungen verändern. Begleitet werden sie von den Entwicklungspsychologen Prof. Dr. Sabina Pauen von der Universität Heidelberg und Prof. Dr. Moritz Daum von der Universität Zürich.

An Bord geht es um Verantwortung und Teamgeist

Zum Auftakt der neuen Staffel verlassen Matts und die elf weiteren Jugendlichen ihre gewohnte Umgebung und gehen für vier Tage an Bord eines Segelschiffes auf dem niederländischen IJsselmeer. Fernab von Eltern, Schule und Alltag müssen sie auf engem Raum zusammenleben, bei Wind und Regen anpacken und sich den Anweisungen der Crew fügen. Die außergewöhnliche Situation soll zeigen, wie die Jugendlichen mit Verantwortung, Konflikten und Gruppendruck umgehen. Dabei stehen nicht nur Teamgeist und Zusammenhalt auf dem Prüfstand.

Ein moralisches Dilemma auf einem vermeintlich sinkenden Schiff fordert schwierige Entscheidungen über Verantwortung und Gerechtigkeit. Außerdem setzt sich die Gruppe beim Besuch einer Hafenkneipe mit Fragen zu Identität und Geschlechterrollen auseinander. Die Begegnung mit einer Dragqueen regt Gespräche über Selbstfindung und sexuelle Identität an.

Mit fünf Jahren war Matts zum ersten Mal beim Dreh

Neben den gemeinsamen Erlebnissen auf See zeigt die Dokumentation auch das Leben der Jugendlichen in ihren Familien. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sie ihren eigenen Weg finden und mit den Herausforderungen des Erwachsenwerdens umgehen. Matts darf bei der Doku mitmachen, obwohl er gar nicht frech ist.

Das war nämlich eigentlich ein Kriterium des Fernsehsenders. Zumindest stand es so im Post auf Facebook. Gesucht wurde ein fünf Jahre alter Junge, der nicht lieb ist. Matts' Mutter Nici Gross entdeckte den Post und antwortete, dass sie einen fünfjährigen Sohn habe, der aber alles andere als frech sei. Genommen wurde er trotzdem.

Die freundliche Art des Jungen beeindruckte

Ein Glücksfall für die Doku: Mit seiner freundlichen und besonderen Art sorgte Matts direkt für Aufsehen und beeindruckte auch die beiden Psychologen, die die Kinder und Eltern begleiten und die für die Zuschauer das Verhalten der jungen Protagonisten einordnen.

Rückblick auf einen Serienteil: Die Fünfjährigen mussten sich im Kindergarten möglichst viele Gegenstände merken, die für einen gewissen Zeitraum zu sehen waren. Jungen gegen Mädchen. Die siegessicheren Mädels zogen den Kürzeren und erhielten keine Gummibärchen.

Ich wollte, dass niemand traurig ist, und habe meine Gummibärchen abgegeben.
Matts Gross

Das sorgte für viele Tränen bei den Verliererinnen. „Ich wollte, dass niemand traurig ist, und habe meine Gummibärchen abgegeben“, erinnert sich Matts. Ein Fünfjähriger, der freiwillig Gummibärchen abgibt? Dieses empathische Verhalten beeindruckte nicht nur die Experten, sondern auch Markus Lanz.

Der Fernsehmoderator lud Matts' Eltern Nici und Steven in seine Sendung nach Hamburg ein. „Das war schon eine spannende Erfahrung“, erinnert sich die Mutter. Aber das Talkshow-Sofa mit Politiker Edmund Stoiber oder Schauspieler Hannes Jaenicke zu teilen sei nicht die Intention gewesen, Matts ins Castingrennen für die Langzeitdoku zu schicken, versichern die Eltern.

Die Serie war für den Deutschen Fernsehpreis nominiert

Der Grund war ein anderer. „Die Chance, Mäuschen spielen zu können, wenn wir Eltern nicht dabei sind, bekommt man nicht allzu häufig“, sagt Nici Gross. Es sei die Neugier gewesen, wie sich Matts in verschiedenen Situationen verhält – vermeintlich unbeobachtet und außerhalb der gewohnten Umgebung. Ein Drang, der viele Eltern immer mal wieder überkommt.

„Wir werden groß!“ wird seit 2016 von der sagamedia Film- und Fernsehproduktion produziert und war 2025 für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Die Reihe gilt als eines der wenigen Langzeitprojekte im deutschen Fernsehen, das die Entwicklung derselben Kinder und Jugendlichen über viele Jahre dokumentiert – bis jetzt in die Pubertät der Protagonisten.

„Die Pubertät kann wie eine wilde Achterbahnfahrt sein – ein Auf und Ab an Gefühlen. Ein Wer bin ich? und Was möchte ich? Mit Matts gleicht die Pubertät eher einer Fahrt mit dem Kettenkarussell. Es ist unbeschwert, witzig und spannend. Ein Geben und Nehmen, ein respektvolles Miteinander, ein Herumblödeln und Vertrauen. Auch so kann Pubertät auch sein“, sagt Mutter Nici Gross.