InnenstadtBeim Klostergarten in Euskirchen ist Geduld gefragt

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Zwei Frauen sitzen auf einer geschwungenen Holzbank und unterhalten sich.

Ein Platz von hoher Aufenthaltsqualität soll der Klostergarten in der Euskirchener Innenstadt nach dem Umbau sein.

Die Arbeiten an der 1,9 Millionen Euro teuren Neugestaltung in Euskirchen starten frühestens Ende 2027.

Es ist einer der zentralen Orte in Euskirchen – der Klostergarten. Dort, wo bis 2024 das City-Forum stand, soll ein Aufenthaltsort entstehen – und den Charakter einer Erlebnisoase erhalten. Doch bis aus der Wiese der Klostergarten 2.0 wird, brauchen die Euskirchener noch ein wenig Geduld. Nach Angaben der Verwaltung könnten die Arbeiten für die Umgestaltung Ende 2027 oder Anfang 2028 starten. Das geht aus der Vorlage für den Planungsausschuss hervor, der am Mittwoch, 23. September, um 17 Uhr im Euskirchener Rathaus tagt.

Als Treffpunkt mit neuen Spiel- und Sitzmöglichkeiten sowie mit mehr Grün soll der Klostergarten neugestaltet werden. Ziel ist, aus der bislang eher uneinheitlich gestalteten Freifläche eine „lebendige, grüne Oase“ mit hoher Aufenthaltsqualität zu machen. Für die Umsetzung werden nach dem derzeitigen Planungsstand rund 1,9 Millionen Euro veranschlagt.

Nach dem Abriss des City-Forums ist deutlich mehr Platz zur Verfügung

Die Neugestaltung ist eine zentrale Maßnahme des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (Isek). Ursprünglich sollten vor allem die rückwärtigen Grünflächen des früheren City-Forums einbezogen werden. Nachdem die Veranstaltungshalle infolge der Flutschäden abgerissen wurde, steht eine deutlich größere Fläche für die Gestaltung zur Verfügung.

Als Grundlage für die Gestaltung diente ein sogenanntes Reallabor. Dabei untersuchte die Stadt mit Fachleuten unter anderem die Bewegungsmuster, Sichtbeziehungen und das Nutzungsverhalten der Besucher. Zudem flossen die Ergebnisse von Workshops ein.

Daraus wurden fünf Leitlinien entwickelt: Es soll mehr Platz für Familien und Kinder geben, die Fläche soll offen und flexibel nutzbar sein, verschiedene Nutzungen sollen sich überlagern, der soziale Charakter soll gestärkt und dem Klostergarten eine klarere Identität gegeben werden. Inzwischen liegt die Entwurfsplanung des Landschaftsarchitekturbüros RMPSL vor.

Eine Lichtung im Zentrum soll das Herzstück im Klostergarten werden

Herzstück ist eine Lichtung im Zentrum. Sie soll ohne feste Einbauten auskommen und flexibel als Aktions-, Begegnungs- und Erholungsraum genutzt werden. Der während des Reallabors errichtete Holzkubus soll erhalten bleiben und als Bühne für kleinere Veranstaltungen dienen. Westlich und östlich der Lichtung sind Spiel- und Sitzelemente vorgesehen. Sie sollen unterschiedliche Generationen ansprechen und die Grünbereiche verbinden.

Auch die Wege sollen verbessert werden. Die Zugänge vom Klosterplatz, von der Hochstraße und vom Neutorwall werden barrierefrei gestaltet. Zugleich soll das Gelände besser einsehbar werden, um mögliche Angsträume abzubauen. Im rückwärtigen Bereich der Galeria ist eine offenere Fläche geplant. Die Hochbeete und einzelne Gehölze sollen entfernt werden, um eine bessere Verbindung zwischen dem öffentlichen Klostergarten und privaten Flächen zu schaffen. Im nördlichen Bereich in Richtung des C&A-Gebäudes bleiben die bisherigen Aufenthaltsbereiche erhalten. Sie werden unter anderem durch Tischtennisplatten ergänzt.

Die Hochbeete sollen geöffnet und mit Sitzkanten versehen werden. Das Vegetationskonzept sieht fließende Übergänge zwischen den Spiel-, Aufenthalts- und Grünflächen vor.

Der Euskirchener Gestaltungsbeirat hat laut Verwaltung das Beteiligungsverfahren als auch den Entwurf positiv bewertet. Er regte allerdings an, die Bepflanzung hinter dem C&A-Gebäude möglichst transparent zu halten. Zudem soll geprüft werden, an welcher Stelle eine Öffnung zum Neutorwall die besten Blickbeziehungen zu den Gebäuden und zur historischen Stadtmauer ermöglicht. Die Hinweise sollen in die Planung einfließen.

Die bislang kalkulierten Kosten von rund 1,9 Millionen Euro umfassen neben den Freianlagen auch technische Anlagen und Einbauten. Hinzu kommen der teilweise notwendige Abtrag und Austausch des Bodens.