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KonzertSängerkreis Euskirchen bereitete Träume und Sehnsüchte musikalisch auf

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Eine Gruppe von Männern und Frauen steht in einem Halbkreis und singt.

Der Mond als Symbol von Träumen und Sehnsucht stand bei dem Konzert des Euskirchener Sängerkreises im Mittelpunkt.

Bei seinem Konzert im Casino widmete sich der Sängerkreis Euskirchen unter Leitung von Manfred Schümer dem Thema „Mond“.

Die Vorhänge waren zugezogen und alle Lichter gelöscht. Für einige Augenblicke versank der Saal des Casinos an der Kaplan-Kellermann-Straße in völliger Dunkelheit. Lediglich eine kleine Klavierlampe leuchtete, als   Manfred Schümer seinem Instrument die Klänge des Andante aus Johannes Brahms’ Sonate für Klavier Nr.1 entlockte. Spätestens als dann passend zu dem Volkslied „Verstohlen geht der Mond auf“ eine Lichterkette ein kleines Papiermodell des Erdtrabanten erhellte, war für die passende Stimmung gesorgt.

„Der Mond steht schon seit Menschengedenken für unsere Träume und Sehnsüchte“, erklärte Manfred Schümer, der während des Konzertabends mit dem Sängerkreis Euskirchen den Erdtrabanten in den Mittelpunkt rückte. „In der Volksmusik und auch in modernen Stücken spielt die mystische Erscheinung des Mondes eine große Rolle, und genau diese Träume möchten wir heute mit unserem Publikum teilen.“

Konzert trotz schweißtreibender Temperaturen

Erschien es wenige Minuten vor Konzertbeginn noch schwierig, angesichts schweißtreibender Temperaturen auch innerhalb des Casinos die eigenen Gedanken in Richtung einer kühlen Vollmondnacht zu lenken, überzeugten die Sängerinnen und Sänger ihr Publikum schnell vom Gegenteil.

Sopranistin Daniela Bosenius steht an einem Notenständer und singt.

Sopranistin Daniela Bosenius unterstützte den Euskirchener Chor.

Im Wechsel mit der Sopranistin Daniela Bosenius und dem Tenor Alexander Knieps führte der Sängerkreis die Zuhörenden durch märchenhafte Welten beim „Gesang der Elfen“ von Jacques Offenbach und weckte mit dem „Sandmännchen“ oder Johann Friedrich Anton Fleischmanns „Wiegenlied“ nostalgische Erinnerungen an die eigene Kindheit.

Vielseitiges Repertoire zum Thema Mond

„Schon von klein auf erleben wir den Mond in Liedern und Gedichten als etwas Besonderes. Als ein geheimnisvolles Symbol der Stille oder in der Oper auch als stummen Zeugen romantischer Szenen“, sagte die Sängerin und Moderatorin des Abends, Stephanie Behrendt.

Dabei hätten der Mond und seine Rolle in den unterschiedlichen Texten im Laufe der Zeit immer wieder Wandlungen erlebt, so Behrendt. „Durch all diese Facetten einer Mondnacht soll unser Konzert sie heute begleiten.“ Vom trostspendenden Licht in finsterer Nacht bis zu hin dem Wunsch, einmal selbst auf dem fernen Himmelskörper spazieren zu können, präsentierte sich auch das musikalische Repertoire des Ensembles sehr vielseitig. „So wie sich Wissenschaftler auch heute noch mit dem Mond befassen, hat sich schon Joseph Haydn im 18. Jahrhundert mit dieser Welt und den menschenähnlichen Lebewesen, die ihn in seiner Fantasie bewohnen, auseinandergesetzt“, erzählte Manfred Schümer.

Obwohl die Realität ein anderes Bild der Mondoberfläche zeichnet, als es Haydn und seine Musikerkollegen taten, verloren ihre träumerischen Werke nichts von ihrer Faszination und zogen auch die Konzertbesucher während des Auftrittes des Euskirchener Sängerkreises schnell in ihren träumerischen Bann, der so manche Alltagssorge für einen kurzen Augenblick in den Hintergrund rücken ließ.