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Polizei ermitteltNach Brand in Euskirchener Wohnung finden Feuerwehrleute einen Leichnam

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Das Bild zeigt die Feuerwehr am Einsatzort.

Die Euskirchener Feuerwehr bekämpfte den Brand.

Das Feuer ist am Donnerstagabend an der Bergerstraße in Euskirchen ausgebrochen. Trotz der laufenden Kirmesvorbereitungen hatten die Einsatzkräfte keine Probleme.

Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Berger Straße in Euskirchen haben Feuerwehrleute in der betroffenen Wohnung einen Leichnam entdeckt. Laut Angaben der Euskirchener Polizei ist noch nicht geklärt, ob es sich bei der Person um einen Mann oder eine Frau handelt. Die Identifizierung gestalte sich aufgrund der Schwere der Verbrennung als schwierig, sagte Franz Küpper, Pressesprecher der Euskirchener Polizei im Gespräch mit dieser Zeitung.

Es sei auch nicht geklärt, ob das Feuer ursächlich für den Tod war oder ob die Person schon vorher gestorben ist. Auch ein Verbrechen könne zum derzeitigen Zeitpunkt aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht vollends ausgeschlossen werden.

Die Brandursache ist noch nicht geklärt

Das Feuer ist aus bisher ungeklärter Ursache gegen 21.15 Uhr im Obergeschoss des Gebäudekomplexes ausgebrochen. Laut Einsatzleiter Alexander Rheindorf sind mehr als 20 Parteien in dem Mehrfamilienhaus gemeldet.

Mitarbeitende des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die am Donnerstagabend den Betreuungsplatz des DRK für die Donatus-Kirmes aufbauten, leisteten Erste Hilfe. Sie ließen an der Ecke Bergerstraße/Carmanstraße alles stehen und liegen und eilten zu dem etwa 70 Meter entfernten Mehrfamilienhaus. Dort klingelten sie die Mieter heraus und brachten diese in Sicherheit.

Bewohner bemerkt Feuer und bringt Mitbewohner in Sicherheit

Auch ein Hausbewohner wird von Polizeisprecher Franz Küpper gelobt. Der Mann habe das Feuer bemerkt, die Rettungsleitstelle informiert, anschließend seine Familie in Sicherheit gebracht, um dann die Mitbewohner ebenfalls zu warnen. Diese wurden zum DRK-Betreuungsplatz gebracht, um sie dort besser mit Decken und Getränken versorgen zu können. Auch der Rettungsdienst profitierte von der schnellen Hilfe des DRK. Die Einsatzkräfte konnten in Ruhe und im gut beleuchteten Umfeld die geretteten Personen besser untersuchen.

Währenddessen bekämpften drei Trupps der Euskirchener Feuerwehr die Flammen im Innenangriff. Parallel dazu wurde die Drehleiter im Bereich der Grünstraße in Stellung gebracht. Nachdem sich ein Feuerwehrmann von außen Zugang zur Wohnung verschafft hatte, wurde auch von der Drehleiter aus gelöscht.

Das Bild zeigt den Einsatzleiter.

Einsatzleiter Alexander Rheindorf im Gespräch mit weiteren Einsatzkräften.

Das Bild zeigt einen Feuerwehrmann während der Löscharbeiten.

Die Feuerwehr setzte auch die Drehleiter ein, um die Flammen besser bekämpfen zu können.

Vier Bewohner befanden sich nach Angaben der Euskirchener Feuerwehr im Urlaub. Bis auch sie erreicht waren, bestand die Befürchtung, dass es weitere Opfer geben könne. Um kurz nach 22 Uhr waren dann auch die Urlauber telefonisch erreicht worden, und es konnte Entwarnung gegeben werden. Unter der Leitung von Alex Rheindorf waren mehr als 50 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Löschzüge 1 und 2 sowie die hauptamtlichen Kräfte waren vor Ort.

Trotz der laufenden Kirmesvorbereitungen hatten die Einsatzkräfte keine Probleme. „Ehrlich gesagt, hatte ich die Befürchtung, dass sich die Anfahrt wegen der Kirmes als schwierig gestalten könnte, aber es hat alles gut geklappt. Großes Lob an das Ordnungsamt“, sagte Rheindorf.

Die Stadt investiert seit Jahren viele Ressourcen in die Planung und Vorbereitung der Kirmes. Und eben genau ein solcher Einsatz zeigt, dass dieser Aufwand sich lohnt.
Tim Nolden, Pressesprecher der Stadt Euskirchen

Tim Nolden, Pressesprecher der Stadt Euskirchen, erklärte: „Die Stadt investiert seit Jahren viele Ressourcen in die Planung und Vorbereitung der Kirmes. Und eben genau ein solcher Einsatz zeigt, dass dieser Aufwand sich lohnt.“

Am Donnerstag hatten bereits rund 90 Prozent der Schausteller ihre Buden und Fahrgeschäfte aufgebaut. Dennoch war genügend Platz auf den Straßen für die anrückenden Feuerwehrfahrzeuge.

Im Einsatz war auch der „AB-Hygiene“. Mithilfe der speziellen Komponente macht die Euskirchener Feuerwehr einen weiteren Schritt bei der Dekontamination und Einsatzstellenhygiene. So können die Einsatzkräfte beispielsweise vor Ort ihre kontaminierte Kleidung austauschen.