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Trotz SchreckmomentHigh Energy aus Billig tanzt sich am Nürburgring aufs Treppchen

3 min
Das Bild zeigt die Showtanzgruppe aus Billig bei der Siegerehrung.

Freuten sich über den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft: High Engery aus Billig.

Mit Power, Teamgeist und Leidenschaft hat die Showtanzgruppe High Energy aus Billig bei der Deutschen Meisterschaft Platz drei ertanzt.

Mit einem großen Lächeln, Teamgeist und jeder Menge Energie hat die Showtanzgruppe High Energy aus Billig die Deutsche Meisterschaft am Nürburgring gemeistert – und sich am Ende über einen starken dritten Platz gefreut. Trainerin Jana Madré blickt zufrieden auf die turbulenten Wochen vor dem großen Auftritt zurück.

„Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll“, lacht sie: „Wir hatten eigentlich gar nicht so viel Zeit in diesem Jahr, aber wir haben das Beste daraus gemacht.“

Im Herbst für die deutsche Meisterschaft qualifiziert

Schon im Herbst hatte sich die Gruppe überraschend für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. „Wir waren noch gar nicht richtig bereit, aber die Freude über die Quali war riesig“, erzählt Madré. Nach dem erfolgreichen Sommer folgte eine intensive Herbstphase: Der Auftritt beim Showtanzabend des KKK im Oktober war ein Highlight – und gleichzeitig der Startschuss für eine neue Herausforderung.

„Wir mussten kurzfristig eine neue Zugabe einstudieren. Ab November mussten wir nämlich fünf Tänze zeigen, hatten aber erst vier fertig“, erklärt die Trainerin. Doch kaum war die neue Choreografie erarbeitet, kam der nächste Rückschlag: Eine Tänzerin fiel aus – eine andere Position konnte an einem Auftrittstag nicht besetzt werden. „Da musste eine Tänzerin einspringen und sogar eine Männerrolle übernehmen. Das hat uns zwei Wochen gekostet, um sie fit zu machen.“ Trotzdem lief der November rund: „Wir hatten tolle Auftritte, waren viel unterwegs, tolle Bühnen – Arena Alaaf war natürlich ein besonderes Erlebnis“, schwärmt Madré.

Wir haben uns gesagt: Wir wollen Spaß haben, aber trotzdem das Bestmögliche zeigen.
Jana Madré, Trainerin von High Energy

Der Dezember stand ganz im Zeichen der Vorbereitung. „Wir haben uns gesagt: Wir wollen Spaß haben, aber trotzdem das Bestmögliche zeigen.“ Neben den regulären Trainings am Montag und Donnerstag gab es bis zu vier zusätzliche Einheiten pro Woche.

„Alle waren total motiviert, haben Feedback angenommen, an uns gearbeitet. Wir haben sogar noch Teile der Choreo verändert, weil man auf den Karnevalsbühnenschuhen einfach anders tanzt. Das wollten wir perfektionieren“, so die Trainerin. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Gruppe dieses Mal mit einer anderen Einstellung auf die Bühne: „Letztes Jahr waren wir sehr verbissen, fast jeden Tag im Training. Der zweite Platz war super, aber der kleine Stich war da. Dieses Jahr wollten wir einfach den Moment genießen.“ Am 7. Dezember machte sich das Team mit dem eigenen High-Energy-Bus auf den Weg zum Nürburgring. „Die Bühne war gigantisch – 18 mal 10 Meter! Normalerweise tanzen wir auf 12 mal 6“, erzählt Madré.

Bei der Stellprobe kam es zum Schreckmoment

Bei der Stellprobe kam dann der Schreckmoment: Eine Hebung misslang, eine Tänzerin verletzte sich leicht. „Zum Glück war es nur ein blauer Fleck. Trotzdem war die Nervosität kurz da“, so die Trainerin.

Doch dann folgte der große Moment: „Wir haben uns noch mal im Kreis aufgestellt, ein paar motivierende Worte gesagt – und dann ging es los. Dieses Mal wollten wir es wirklich genießen.“

Das Publikum spürte die Freude: „Wir haben super Feedback bekommen – von den Zuschauern und von der Jury. Uns wurde gesagt, dass man uns den Spaß angesehen hat.“ Am Ende durfte High Energy den Pokal für den dritten Platz entgegennehmen – und war überglücklich. „Wir haben damit gar nicht gerechnet, bei der starken Konkurrenz“, sagt Madré: „Viele Gruppen haben in diesem Jahr richtige Geschichten erzählt – das ist toll anzusehen. Wir dagegen haben einfach Stimmung gemacht, und genau das wollten wir auch zeigen.“

Nach der Siegerehrung ging es zurück nach Billig. „Ein paar von uns sind noch ins Sportlerheim, wir haben gegessen, Musik gehört, getanzt – einfach auf uns gefeiert. Natürlich mit unseren Fans.“ Am Montag danach fiel das Training aus. Stattdessen stand ein gemeinsames Video-Schauen auf dem Programm. „Das stärkt das Teamgefühl ungemein“, so Madré.