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SozialesStadt Euskirchen will die Kita Kölner Straße schließen

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Die Kindertageseinrichtung ist von Bäumen umgeben.

Das Gebäude der Kita Kölner Straße ist nach Angaben der Stadt Euskirchen sanierungsbedürftig. Sie will die Einrichtung schließen.

Die sanierungsbedürftige Einrichtung ist entbehrlich, weil es in Euskirchen genügend Plätze gibt. Arbeitsplätze sind nicht gefährdet.

Die Stadt Euskirchen wird in absehbarer Zeit die Kindertageseinrichtung Kölner Straße schließen. Der Ausschuss für Generationen und Soziales hat jetzt einen entsprechenden Vorschlag der Verwaltung abgesegnet. Fachbereichsleiterin Christiane Mermi hatte den Schritt damit begründet, dass in Euskirchen auch in den kommenden Jahren ein Überhang an Kita-Plätzen bestehen wird. Das stark sanierungsbedürftige Kindergartengebäude in der Kölner Straße, das Platz für drei Gruppen bietet, sei deshalb entbehrlich.

Die Stadt wird dort nur noch in diesem Sommer Kinder aufnehmen – die, die bereits angemeldet sind. Vom Kindergartenjahr 2027/2028 an wolle man die Einrichtung dann schrittweise auslaufen lassen, sagte der städtische Mitarbeiter Georg Heller in der Ausschusssitzung.

Die Stadt Euskirchen will das Personal weiterbeschäftigen

Die Stadtverwaltung hatte die Eltern und das Kita-Team im Vorfeld der Sitzung über ihr Vorhaben informiert, wie der Erste Beigeordnete Alfred Jaax auf Anfrage von Sandra Eisermann (CDU) erklärte. Die betroffenen Erzieherinnen würden nach der Schließung weiter bei der Stadt beschäftigt, erklärte Jaax. Diese Zusage könne er ruhigen Gewissens machen, denn: „Wir haben in diesem Bereich einen Personalstamm von knapp 300 Kräften, sodass immer eine gewisse Fluktuation besteht, auch unabhängig von altersbedingtem Ausscheiden.“

Georg Heller, der Demografie-Experte im Rathaus, hatte vorher erklärt, dass die Stadt den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung „vollends umsetzen“ könne. Derzeit seien 110 Plätze nicht belegt. Dank des massiven Ausbaus in der jüngeren Vergangenheit sei man in der Lage, in den nächsten Jahren auch spontan auftretende Mehrbedarfe abzudecken, hatte Christiane Mermi in der Sachdarstellung geschrieben.

In Euskirchen existieren 40 Kitas. 21 davon betreibt die Stadt. Die Verwaltung prognostiziert mit Blick auf geplante Baugebiete, dass die Zahl der Ein- bis Fünfjährigen bis 2031 von derzeit 2925 auf mehr als 3300 steigt. Zuwächse erwartet sie etwa im Wohngebiet „Werk & Wiese“, das auf dem früheren Areal der Westdeutschen Steinzeugwerke entstehen soll. Dort soll eine sechsgruppige Kita errichtet werden, so Mermi.

Die Stadt sei, was die Kindertagesbetreuung anbelangt, „sehr gut auf die Herausforderungen der nächsten Jahre vorbereitet“, lautete ihr Fazit. Im kommenden Kindergartenjahr werden nach ihren Angaben im Stadtgebiet 6,5 Kita-Gruppen nicht belegt sein, allein drei davon in der evangelischen Kindertageseinrichtung Weiße Erde (Kernstadt). Hinzu kommen zwei Gruppen in der Speckelsteinstraße in Flamersheim und eine Gruppe in Kirchheim (beide städtisch) sowie eine halbe Gruppe in der Stotzheimer Kita KiKu Abenteuerland, die der Träger Kinderzentren Kunterbunt betreibt.


Kita drohte schon 2008 das Ende

2008 stand die Kita Kölner Straße schon einmal vor dem Aus. Wegen des Geburtenrückgangs hatte die Stadt Euskirchen zu viele Kita-Plätze. Eltern protestierten gegen die geplante Schließung. Dann beschlossen Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände den Ausbau der Betreuungsplätze für Unterdreijährige. Dies führte dazu, dass die Einrichtung in der Kölner Straße erhalten blieb.