Am Ortsrand von Kuchenheim wird eine Schotterfläche mit 310 Parkplätzen hergerichtet, die ein Versandhändler ab Oktober nutzen wird.
Temporärer ParkplatzLieferwagen pendeln von Kuchenheim ins Industriegebiet am Silberberg

Die Arbeiten für den Bau der Stellplatzanlage laufen. Von dort aus pendelnde Lieferfahrzeug werden vorübergehend zu einer höheren Verkehrsbelastung in Kuchenheim und Weidesheim führen.
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Im Gewerbegebiet Grondahlsmühle am Ortsrand von Kuchenheim entsteht auf mehr als einem Hektar für eine begrenzte Dauer ein Parkplatz für Lieferfahrzeuge. Der Verkehr in Kuchenheim und Weidesheim wird dadurch vorübergehend zunehmen, maximal bis Anfang 2028. Bauherr ist ein Versandhändler, der seinen Standort im Euskirchener Industriepark am Silberberg (Ipas) hat.
Nach Angaben der Stadtverwaltung plant das Unternehmen dort Umbaumaßnahmen. Unter anderem soll auf einem Nachbargrundstück eine neue Stellplatzanlage gebaut werden. Bis sie fertig ist, benötige die Firma eine Interimslösung, heißt es in einer Mitteilung des städtischen Fachbereichsleiters Thorsten Sigglow für den Ausschuss für Umwelt und Planung.
Eine 11.000 Quadratmeter große Altlastenverdachtsfläche
Nachdem die Verwaltung verfügbare Flächen in Gewerbegebieten ermittelt hatte, habe der Versandhändler sich für ein Areal in Kuchenheim entschieden, so Sigglow. Eine praktikablere Lösung sei nicht gefunden worden. In dem Gewerbegebiet liegt auf dem Eckgrundstück Grondahlsmühle/Lisztstraße eine gut 11.000 Quadratmeter große Altlastenverdachtsfläche, die „seit vielen Jahren keiner dauerhaften Nutzung zugeführt werden konnte“, wie Sigglow schreibt. Eine gewerbliche Stellplatzanlage sei dort zulässig.
Eine Baufirma stellt nun eine Schotterfläche mit 310 Plätzen für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen her. Dabei handelt es sich nach Darstellung der Verwaltung um Lieferwagen und um private Autos der Mitarbeiter des Versandhändlers.
Fahrzeuge werden in Kolonnen ins Ipas fahren
Die Lieferwagen werden in den Morgenstunden vom Gewerbegebiet Grondahlsmühle in Kolonnen, so Sigglow, zum Verteilzentrum im Ipas fahren, um dort Pakete für die Auslieferung abzuholen, und zum Feierabend zurück. Auf dem Grundstück in Kuchenheim finden keine logistischen Umschlagvorgänge (Be- und Entladung) statt, schreibt der Fachbereichsleiter weiter.
Emissionen, die über das in einem Gewerbegebiet verträgliche Maß hinausgehen, seien nicht zu erwarten. Doch werde es absehbar eine merkliche Auswirkung auf die Verkehrssituation in den Orten Kuchenheim und Weidesheim geben.
Die Straßenverkehrsbehörde werde am weiteren Genehmigungsverfahren beteiligt. Die Stadt könne dem Unternehmen allerdings keine Auflagen machen, da es sich nicht um Schwerlastfahrzeuge handele. Auf dem Verhandlungsweg werde die Verwaltung jedoch versuchen, eine bestmögliche Lösung für die verkehrliche Abwicklung zu erreichen.
Die Genehmigung für die Nutzung des Geländes ist befristet beantragt für die Zeit vom 1. Oktober bis zum 31. Juli 2027. Eine Verlängerung um bis zu sechs Monate, also bis Anfang 2028, ist möglich.

