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Verheerendes FeuerLandesregierung beziffert zerstörte Fläche im Hürtgenwald

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Zerstörung nach den Waldbränden im Hürtgenwald

Der Brand im Hürtgenwald in der Eifel war einer der größten in der Geschichte Nordrhein-Westfalens.

Allein im Hürtgenwald sind dieses Jahr 339 Hektar verbrannt – der größte Waldbrand seit Jahrzehnten in Nordrhein-Westfalen. 

Gut einen Monat nach dem verheerenden Brand im Hürtgenwald hat die Landesregierung erstmals die zerstörte Fläche konkret beziffert: 339 Hektar Wald sind laut einem Bericht des Landwirtschaftsministeriums verbrannt. Es sei der „mit Abstand größte Waldbrand in Nordrhein-Westfalen seit Jahrzehnten“ gewesen, so das Ministerium.

Die Dimension zeigt sich auch im Vergleich mit den 61 anderen Waldbränden, die in diesem Jahr gezählt wurden. Bei den allermeisten Bränden wurde weniger als ein Hektar zerstört. Neben dem riesigen Feuer im Hürtgenwald stachen laut dem Bericht noch Brände bei Marsberg (3,5 Hektar), Möhnesee (5,8 Hektar), Sonsbeck (11,5 Hektar) und Merzenich (20 Hektar) hervor. Ein Hektar ist gerundet in etwa so groß wie eineinhalb Fußballfelder.

Bauern halfen mit Güllefässern beim Löschen

Das Landwirtschaftsministerium schreibt zu der Häufung schwerer Brände: „Bis Mitte August waren rund 94 Prozent der Landesfläche von ungewöhnlicher Trockenheit oder Dürre betroffen. Die Kombination aus Hitze, anhaltender Trockenheit und ausgetrockneter Vegetation führte insbesondere Mitte August zu einer außergewöhnlich hohen Waldbrandgefahr und einer deutlich erhöhten Waldbrandaktivität.“

Beim Brand im Hürtgenwald seien zeitweise rund 2.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden, heißt es in dem Bericht weiter. „In der Hochphase waren mehr als 1.800 Einsatzkräfte sowie elf Hubschrauber, davon bis zu sieben gleichzeitig, im Einsatz.“ Unter anderem seien Feuerwehren, die Forstverwaltung des Landes, das Technische Hilfswerk (THW), die Bundeswehr und die Polizei beteiligt gewesen. Landwirte hatten den Einsatz dem Bericht nach auch unterstützt: Sie stellten etwa Löschwasser in Güllefässern bereit.

Der Brand konnte rund eine Woche nach Ausbruch unter Kontrolle gebracht werden. (dpa/red)