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StammzellenspendeBerufskolleg in Füssenich startete Typisierungsaktion

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Salome Steinhoff, Birgit Karsten, Tim Förster und Klaus Drotbohm stehen nebeneinander. Links hinter ihnen ist ein Plakat der DKMS zu sehen.

Zufrieden mit der Aktion sind Salome Steinhoff (v.l.), Birgit Karsten, Tim Förster und Schulleiter Klaus Drotbohm.

Die Aktion hat am Füssenicher Berufskolleg St.-Nikolaus-Stift schon Tradition: Schülerinnen und Schüler lassen sich testen für eine Stammzellenspende. 

Es kann so einfach sein, Leben zu retten. Ein simpler Abstrich an der Innenseite der Wange genügt, dann kann man sich in einer internationalen Datenbank als Stammzellenspender registrieren lassen. Bei einer Aktion am Berufskolleg St.-Nikolaus-Stift in Füssenich haben das 106 Menschen gemacht – Schülerinnen und Schüler, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Zur Informationsveranstaltung im Vorfeld waren rund 400 Leute gekommen.

Spender warb dafür, sich testen zu lassen

Birgit Karsten, Bildungsgangleiterin der Allgemeinen Hochschulreife mit Schwerpunkt Gesundheit, ist mit dem Echo hochzufrieden. Es seien auch Schüler dagewesen, die noch zu jung seien, denn spenden dürfe man erst am 17 Jahren. Andere ältere Schülerinnen seien bereits bei der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) registriert. Denn am Berufskolleg hat die Typisierungsaktion beinahe schon Tradition.

Seit 2018 findet sie immer wieder statt, jetzt zum vierten Mal. Salome Steinhoff, Referentin bei der DKMS, und Tim Förster, der selbst schon Stammzellen gespendet hat, hatten über die Aktion und den Ablauf des Tests und einer aufgeklärt. Sie berichteten vom Schicksal der 17-jährigen Kira, die aktuell dringend eine Stammzellspende benötigt. Trotz intensiver deutschlandweiter Suche wurde bislang kein passender Spender für sie gefunden.

Unterstützt wurden die Fachleute der DKMS von der Klasse AHG 124, die sich um Vorbereitung, Ablauf und Ansprache vor Ort kümmerte. Vielleicht ergibt sich ja bei den Spenden aus Füssenich ein Treffer. Es wäre nicht das erste Mal: Vier Menschen weltweit haben dank Registrierungen am Berufskolleg bereits eine zweite Lebenschance erhalten.

Birgit Karsten sagt: „Jede Registrierung kann ein Menschenleben retten – und es ist ermutigend zu sehen, wie stark unsere Schulgemeinschaft dahintersteht.“ Für die DKMS entstehen pro Registrierung Kosten von rund 50 Euro, deshalb ist sie auf Spenden angewiesen. Weitere Informationen zur Registrierung und Unterstützungsmöglichkeiten der DKMS finden sich im Internet. (eb)