Hagen – Mehr als 19.000 „Gefällt mir“-Angaben sprechen eine deutliche Sprache: Ein Facebook-Post der Polizei Hagen über die Problematik von Gaffern an Einsatzorten sorgt für Aufsehen.
Hunderte Menschen hätten nach einem Unfall am Hagener Hauptbahnhof ein schwer verletztes Mädchen mit ihren Smartphones gefilmt und so die Rettungskräfte massiv behindert. „„Ihr solltet Euch was schämen“, prangert die Polizei in dem sozialen Netzwerk das Verhalten der Menschen an.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Polizei Hagen mit einem Beitrag einen viralen Hit landet.
Weihnachtsmann mit 121 km/h geblitzt
„Unglaublich“, heißt es in dem Post der Polizei Hagen von Anfang Dezember: Denn bei einer Radarkontrolle ist den Polizisten tatscählich der Weihnachtsmann vor die Linse gefahren – und das deutlich zu schnell.
„Sind ihm vielleicht die Rentiere durchgegangen“, fragt der Post. Sorgen, dass es keine Geschenke gibt, mussten sich die Hagener aber nicht machen:
Zum Glück handelt es sich bei der Meldung aber bloß um einen Facebook-Coup der Hagener Polizei zum Nikolaustag.
Unfallfahrt bot „das volle Programm“
Eine Unfallfahrt in Haspe gab allerdings auch mehr als genügend Gründe für einen derart humorvollen Post: Der Mann baute den Unfall offenbar betrunken, ohne Führerschein in einem weder versicherten noch zugelassenen Fahrzeug ohne Kennzeichen. Auch der Drogentest sei anschließend positiv ausgefallen.
Der Fahrer und seine Beifahrerin seien nur leicht verletzt worden. Auto und ein Haus wurden allerdings sichtlich ramponiert.
Warnung: Kindern nicht mit der Polizei drohen
Bei ihren Beiträgen bei Facebook setzt die Hagener Polizei aber nicht nur auf Witz, auch ernste Themen werden dort in den Fokus der Bürger gerückt. So ein Post aus dem Juni 2015, als die Polizei davor warnte, Kindern mit der Polizei zu drohen.
„Hören Sie bitte auf, Ihren Kindern zu sagen, dass wir sie holen, wenn sie nicht brav sind“, so die unmissverständliche Botschaft. „Ihre Kinder sollen zu uns kommen, wenn sie Angst haben...und nicht Angst vor uns haben. Danke!“.
Es war offenbar eine Alltagssituation, die einen Mitarbeiter der Pressestelle der Hagener Polizei zu diesem Post veranlasst hatte. In einem Supermarkt hörte er zufällig die mahnenden Worte einer Mutter gegenüber ihrem Sohn.
„Hören Sie auf, Fotos von Ihren Kindern zu posten!“
„Auch Ihre Kinder haben eine Privatsphäre!" lautet der Appell der Beamten, der im Oktober bei Facebook für einen Internethit sorgt.
"Ein Schnappschuss am Strand oder nackt badend im Planschbecken: Viele von Ihnen veröffentlichen Bilder von ihren Kleinsten bei Facebook und Co. Und das nicht selten für jedermann sichtbar, also völlig ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen bei den Privatsphäre-Einstellungen", heißt es im Posting weiter. Und für diese klare Ansage ernten die Beamten viel Zuspruch.
Manche lernen es nie!
Ein betrunkener 23-Jährige randalierte in den Hagener Straßen. Wie der Tagesablauf des Mannes genau aussah? Das zeigt ein Protokoll auf der Facebook-Seite:
"Schnell weg, die Bullen kommen!"
Warum Polizisten eigentlich dann und wann als Bullen bezeichnet werden, darauf weiß die Polizei Hagen Antwort und erklärt es bei Facebook:
