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Sieben SkeletteHistorischer Fund am Aachener Dom – „Erste große Ergebnisse“

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Die Skelette wurden unter dem Münsterplatz am Aachener Dom freigelegt.

Die Skelette wurden unter dem Münsterplatz am Aachener Dom freigelegt.

Die Archäologen gehen davon aus, dass es sich nur um die ersten großen Ergebnisse handelt, es werden noch weitere Funde vermutet.

Archäologinnen und Archäologen haben auf dem Münsterplatz am Aachener Dom Skelette und Mauerreste entdeckt. Man erhoffe sich wichtige Erkenntnisse aus den anthropologischen Untersuchungen, heißt es. Die Funde machen Hoffnung auf weitere archäologische Entdeckungen.

Insgesamt wurden sieben Skelette sowie Mauerreste der früheren Münsterimmunität freigelegt. Immunitäten verliehen bestimmten Bauwerken mitsamt ihrem Umfeld Sonderrechtsbezirke. Die Funde seien erwartet worden, da der Platz vor dem Aachener Dom bis ins 19. Jahrhundert hinein als Friedhof genutzt wurde. Die Arbeiten gehen jedoch weiter. Es handele sich um die ersten großen Ergebnisse. „Ich gehe ganz stark davon aus, dass wir Reste der römischen Therme finden, wenn wir noch tiefer gehen“, erklärt Stadtarchäologe Andreas Schaub.

Größte ehemalige römische Heiltherme Aachens weitgehend unerschlossen

Die Skelettfunde wurden bereits dokumentiert und werden nun Grab für Grab entnommen, teilte die Stadt Aachen am Donnerstag (5. März) mit. Der Münsterplatz befindet sich innerhalb der größten ehemaligen römischen Heilthermen Aachens, den Münsterthermen, und zwar in einem Abschnitt, der archäologisch weitgehend unerschlossen ist.

„Auch wenn die Funde keine große Überraschung waren, können sie doch wichtige Erkenntnisse liefern: Bei anthropologischen Untersuchungen kann festgestellt werden, wie die Aachenerinnen und Aachener vor 300 bis 400 Jahren gelebt haben, wie gesund sie waren oder wie alt sie geworden sind“, ordnet ein Pressesprecher der Stadt Aachen die Funde ein.

Die Gräber sollen nun nach und nach entnommen und analysiert werden.

Die Gräber sollen nun nach und nach entnommen und analysiert werden.

Bislang sei in einer Tiefe von etwa 60 bis 70 Zentimetern gegraben worden, es solle jedoch noch einmal einen Meter tiefer gehen. Wie lange die Grabung in den zwei Baumscheiben noch dauert, liege zum einen an der Funddichte und zum anderen am Wetter. Derzeit geht der Stadtarchäologe davon aus, dass mit einer Grabungsdauer von drei Monaten zu rechnen ist.

Im Anschluss sollen die präparierten Baumscheiben mit zwei Linden bepflanzt werden, sodass dann das Baumensemble auf dem Münsterplatz wieder vollständig ist. (jv)