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Balkantrasse HilgenTotholzhecke zum Schutz der Radfahrer wieder aufgeschichtet

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Die EMA-Schülerinnen und Schüler leisteten gestern harte Arbeit an der Totholzhecke.

Die EMA-Schülerinnen und Schüler leisteten gestern harte Arbeit an der Totholzhecke.

Burscheid-Hilgen – Sogar Nacktschnecken haben die Schüler der EMA-Grundschule am Montag vorsichtig über den Panoramaradweg Balkantrasse in Hilgen getragen.

Ziel war die Totholzhecke, die auf einem gut 130 Meter langen Stück die Trasse vor einem abschüssigen Waldstück trennt und somit zur Sicherheit der Radfahrer und Fußgänger dient. Außerdem ist die Hecke Rückzugsort und Wohnung zahlreicher Insekten und Kleintiere.

Ökologische Bedeutung der Totholzhecke

Einmal im Jahr füllen die jeweils vierten Klassen der EMA-Schule in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Forstbetrieb Utech aus Wermelskirchen die Hecke wieder auf, da die unteren Schichten verrotten. Der Betrieb Utech hatte in den vergangenen Wochen ausreichend Gehölzschnitt, wie Äste, Reisig und Zweige, zum Aufschichten an den Radweg transportiert.

Firmeninhaber Daniel Delissen, der gelernter Diplom-Forstwirt ist, erläuterte die ökologische Bedeutung der Totholzhecke. Sie bietet Vögeln, Insekten und Kleinsäugern Schutz und Nahrung. Delissen hatte das Naturmaterial an der Trasse deponiert und die Schüler schichteten Zweig für Zweig auf.

Vandalismus hätte zu Waldbranf führen können

Ihren ganzen Schultag verbrachten sie damit und waren mit Begeisterung bei der Sache, wie Uwe Graetke von der Stadt feststellte. In der Vergangenheit war die Hecke immer wieder angezündet worden, doch hat der Vandalismus laut Graetke wieder aufgehört. „Das war eine riesige Gefahr, denn das hätte auch in einem Waldbrand ausarten können.“

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Bereits seit sieben Jahren unterstützt die EMA-Schule die Stadt Burscheid bei der Instandhaltung der Totholzhecke am Panorama-Radweg Balkantrasse , die im Rahmen eines internationalen Jugendworkcamps im Sommer 2011 errichtet wurde. Für ihr vieljähriges Engagement hatte Bürgermeister Stefan Caplan beim jüngsten Umweltmarkt eine Urkunde an die EMA-Schule überreicht, die 60 Schüler der vierten Jahrgangsstufe des letzten Schuljahres in Empfang genommen haben.

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