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NachhaltigkeitDach der Burscheider Johannes-Löh-Gesamtschule bekommt Photovoltaikanlage

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Die Stadt Burscheid und die Genossenschaft Bürgerenergie Bergisch Gladbach unterzeichnen den Vertrag für die Dachnutzung der Johannes-Löh-Gesamtschule.

Die Stadt Burscheid und die Genossenschaft Bürgerenergie Bergisch Gladbach unterzeichnen den Vertrag für die Dachnutzung der Johannes-Löh-Gesamtschule.

Die Stadt Burscheid und die Genossenschaft Bürgerenergie Bergisch Gladbach haben einen Dachnutzungsvertrag für die Johannes-Löh-Gesamtschule unterzeichnet.

„Ich bin zum Schluss gekommen, dass das eine echte Win-win-Situation ist“, sagt Dirk Runge, Bürgermeister der Stadt Burscheid. Worum es genau geht? Gemeinsam mit der Genossenschaft Bürgerenergie Bergisch Gladbach möchte die Stadt Burscheid eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Johannes-Löh-Gesamtschule installieren.

Eine Win-win-Situation sieht Bürgermeister Runge in vielerlei Hinsicht. Zum einen natürlich für das Klima, zum anderen für die evangelische Kirche als Trägerin der Schule, die mit einem günstigeren Stromtarif rechnen kann, für die Stadt, die laut Runge etwas für ihre Klimabilanz tut, und zuletzt auch für die Energiegenossenschaft, die ein neues Projekt an den Start bringen kann.

Das Gebäude der Schule eigne sich perfekt, denn es ist besonders hoch und frei von Schattenwurf, etwa von Bäumen. Etwa 200 Kilowattpeak als Nennleistung, also die theoretisch größtmögliche Leistung der Anlage, sollen auf dem Dach der Gesamtschule entstehen, auch für die Energiegenossenschaft ist es das Projekt mit der bisher größten Nennleistung. Zum Vergleich, so erklärt Stefan Häusler, Vorstandsmitglied der Genossenschaft: Ein normales Haus habe einen Kilowattpeak von zehn.

Strom soll im Gebäude selbst verbraucht werden

Der Strom, der auf dem Dach der Gesamtschule erzeugt wird, soll auch überwiegend im Gebäude selbst verbraucht werden. Die Anlage funktioniert als Überschusseinspeiseanlage, das heißt, der Strom, der nicht im Gebäude selbst genutzt wird, wird ins öffentliche Stromnetz geleitet.

Der nun unterschriebene Dachnutzungsvertrag schafft die Basis, in die konkrete Planungs- und Umsetzungsphase der Photovoltaikanlage einzusteigen. Ein genaues Datum für den Baubeginn gibt es noch nicht. Man rechne aber damit, dass es Mitte/Ende Mai losgehen kann, die Arbeiten sollen dann etwa zwei Wochen dauern. Die Sommermonate und damit die Zeit, in der durch Sonneneinstrahlung am meisten Strom erzeugt werden kann, sollen also auch in diesem Jahr schon voll genutzt werden.

Auch die Schülerinnen und Schüler der Johannes-Löh-Gesamtschule könnten einbezogen werden. So kann sich Martin Häusling, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Energiegenossenschaft, vorstellen, eine Infotafel zu installieren, auf der die Erträge eingesehen werden können. So könne die Photovoltaikanlage auch unterrichtlich für die Schülerinnen und Schüler genutzt werden, so Häusling.

Sowohl die Stadt als auch die Energiegenossenschaft lobten die gute Zusammenarbeit auf Augenhöhe, in der man konstruktiv Schritt für Schritt vorangekommen sei. Mit dem nun beschlossenen Projekt an der Johannes-Löh-Gesamtschule soll auch der Weg für weitere erfolgreiche Photovoltaikanlagen in Burscheid geebnet werden.