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Soziales„Familienbüdchen“ in Burscheid ist gefragt, soll sich aber weiterentwickeln

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Das Familienbüdchen in Burscheid

Seit März läuft das Familienbüdchen in Regie des Kreises. Die ersten Monate sind gut gelaufen, jetzt aber sucht man nach weiteren Konzepten.

Seit März gibt es die neue Anlaufstelle in der Luisenstraße. Anfangs lief es sehr gut, inzwischen gibt es Fragezeichen.

Aus dem „Burscheider Büdchen“ ist das „Familienbüdchen“ geworden. Seit Ende März ist das Ressort Kinder und Familie des Rheinisch-Bergischen Kreises Herr im Haus an der Luisenstraße. Es ist – der Name sagt es – Anlaufstelle für Kinder und Eltern. Wer Rat sucht, kann das ohne Preisgabe seiner Daten erledigen. Im Büdchen gibt es Schwangerschaftsberatung, Hinweise zum Thema Inklusion, eine Erziehungsberatung und grundsätzliche Hilfe: Das Netzwerk Wohnungsnot ist ebenfalls vertreten. 

Tina Lüdenbach, die beim Kreis die Abteilung Familie und Kinder leitet, berichtete am Dienstagabend im Schul- und Sozialausschuss vom Status quo. Nach der Übernahme durch den Kreis sei das Familienbüdchen gut angelaufen. Es gebe eindeutig Bedarf an einem niedrigschwelligen Angebot für Familien, das leicht zu erreichen ist und gratis. Auch der Standort sei gut gewählt. In Befragungen sei nämlich herausgekommen, dass Beratungsangebote oft schlecht zu erreichen sind, referierte Lüdenbach die Ausgangslage im Rathaus.

Wir haben dort viele von Armut betroffene Familien
Tina Lüdenbach zum Standort

An der Luisenstraße im nördlichen Zentrum von Burscheid liegen viele große Mietshäuser, die soziale Struktur ist entsprechend. „Wir haben dort viele von Armut betroffene Familien“, sagte Lüdenbach. Auch deshalb müsse die frühe Förderung von Kindern ein Ziel sein. 

Jugendliche sind die Ausnahme

Das scheint zu gelingen. Nach einigen Wochen zählten die Betreiber 51 Kinder im Alter bis 13 Jahre. Außerdem suchten 50 Erwachsene Rat im „Familienbüdchen“. Heranwachsende wurden allerdings kaum erreicht. Nur fünf Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren besuchten das Eckbüdchen an der Luisenstraße. Eine weitere Zählung aus dem Spätsommer zeigt, dass sich an der Besucherstruktur nicht viel geändert hat. Derzeit besuchen 78 Kinder das Familienbüdchen, acht  Jugendliche und 87 Erwachsene. Eine Nutzerumfrage habe ergeben, dass 95 Prozent der Büdchen-Klienten der Meinung sind, dass das Angebot passt.

Bei den Organisatoren sieht man das kritischer. Im Juli habe ein „Qualitätsdialog“ begonnen, berichtete Lüdenbach. 16 Akteure hätten mitgemacht, auf der Suche nach neuen Ideen für das Beratungsangebot des Büdchens. Das Angebot ist also noch nicht endgültig fertig gestrickt. Zu den neuen Ideen gehöre ein Foto-Workshop, so Lüdenbach. 

Ziel sei, nach einem halben Jahr, das Büdchen noch bekannter zu machen, auch wenn es den Standort in Burscheid schon länger gibt. Den Stundenplan des „Familienbüdchens“ gibt es deshalb nicht nur digital, sondern auch auf Papier. Wer den Flyer herunterladen möchte, kann das hier: www.rbk-direkt.de/familienportal/familienbuedchen-burscheid