Der Schulentwicklungsplan zeigt aber auch, dass keine Einrichtung in ihrem Bestand gefährdet ist. Der Anteil von Migranten steigt stetig.
AnalyseSo ungleich sind in Burscheid die Grundschüler verteilt

359 Kinder besuchen in diesem Schuljahr die Montanus-Grundschule.
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Die Geburtenrate sinkt: Birgt das Gefahr für die Schullandschaft in Burscheid? Zahlen aus dem Rathaus zeigen, dass die Zahl der einzuschulenden Kinder in den kommenden Jahren „kontinuierlich sinkt“. So heißt es in einer Vorlage für den Schulausschuss am Dienstag, 29. September.
Weil aber die Stadt auch durch den Zuzug von Familien wächst und außerdem Grundschulkinder aus den Nachbargemeinden nach Burscheid kommen, habe „dies keinen wesentlichen Einfluss auf die festgelegten Zügigkeiten“, so die Prognose der Stadtverwaltung. „Somit ist keine der Burscheider Grundschulen in ihrem Bestand gefährdet.“
845 Kinder an den Grundschulen
Im laufenden Schuljahr werden in den drei Grundschulen 845 Kinder versorgt, 49 mehr als im Schuljahr davor und 87 mehr als 2022/23. Die meisten Kinder besuchen die Montanus-Schule, die in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen ist. Dort verteilen sich 359 Kinder auf 17 Klassen, die Klassenstärke liegt mit 21,1 allerdings deutlich niedriger als in den anderen Grundschulen. Die EMA-Schule in Hilgen hat 287 Schüler, die sich auf zwölf Klassen verteilen. Das ergibt eine Klassenstärke von 23,9 im Durchschnitt.
Die Grundschule in Dierath ist mit 199 Schülerinnen und Schülern die kleinste. Sie ist allerdings nur zweizügig, hat also nur acht Klassen, was eine Größe von 24,9 ergibt. Im Mittel ergibt das knapp 23 Schülerinnen und Schüler pro Klasse. Das sind zwar minimal mehr als im vorigen Schuljahr, aber weniger als in den vier Jahren davor.

Die Johannes-Löh-Schule hat sich längst etabliert.
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Burscheids einzige weiterführende Schule habe sich längst etabliert, so die Stadtverwaltung. Das Angebot der Johannes-Löh-Gesamtschule (JLG) werde sowohl von Burscheider Schülerinnen und Schülern, als auch von Schülerinnen und Schülern der Nachbarkommunen „gut angenommen“. In der Sekundarstufe I besuchen 650 Mädchen und Jungen 25 Klassen – das sind 26 pro Klasse; in der Sekundarstufe II sind es 128 im Kurssystem. Was die Klassenstärke angeht, zeigt die Gesamtschule eine deutlich steigende Tendenz.
Anteil von Migranten wächst stetig
Was der Schulentwicklungsplan auch zeigt: Mehr als die Hälfte der Grundschülerinnen und Schüler haben entweder einen Migrationshintergrund (gut 45 Prozent) oder einen ausländischen Pass (14 Prozent). Besonders viele Kinder mit ausländischen Wurzeln besuchen die Montanus-Schule. Dort beträgt der Anteil fast 67 Prozent, dazu kommen 22 Prozent Kinder mit ausländischem Pass. In den Grundschulen sind Mädchen leicht in der Überzahl. In der Gesamtschule ist der Anteil insgesamt geringer: Knapp 34 Prozent haben einen Migrationshintergrund, gut 17 Prozent einen ausländischen Pass.
Mit Blick auf den verpflichtenden offenen Ganztagsunterricht gibt die Stadtverwaltung Entwarnung: „Das Raumkonzept aller drei Grundschulen ist für die Anzahl der zu beschulenden Kinder auch im Hinblick auf den offenen Ganztag ausreichend.“ Keine müsse ausgebaut werden.
Im laufenden Schuljahr ist der Ganztagsanteil in der Grundschule Dierath mit Abstand am höchsten, nämlich fast 67 Prozent: 101 von 199 Kindern nutzen das Ganztagsangebot, dazu kommen 32 Kinder in der Betreuung über Mittag. In der EMA-Schule sind es 109 plus 45 über Mittag von 287, also knapp 54 Prozent. In Burscheids größter Grundschule liegt der Anteil mit 46 Prozent derzeit am niedrigsten: 130 Kinder der Montanus-Schule nutzen den offenen Ganztag, weiter 35 die Betreuung über Mittag. Das ergibt bei 359 Schülerinnen und Schülern einen Anteil von 46 Prozent.
Im Schulentwicklungsplan wird eine Ganztagsquote von bis zu 80 Prozent für möglich gehalten. Aus Sicht der Stadtverwaltung zieht das aber nicht unbedingt Ausbauten nach sich.
