Viele Ziele der Stadtplanung in Burscheid sind durchaus konkret: zum Beispiel ein Parkraumkonzept für die Innenstadt oder die kommunale Wärmeplanung. Auch den Fortgang der Lidl-Planung für Hilgen hat die Stadtverwaltung in ihren „Zielen 2027“ im Detail fixiert.
Manches aber ist ein bisschen wolkig formuliert: „Betreuung von mehr öffentlichen Spiel- und Bolzplätzen durch Patinnen und Paten“, etwa. Oder die „Umsetzung von möglichen Beschattungsmaßnahmen für Aufenthaltsbereiche“. Oder eine allgemeine Aussage wie die „Verbesserung der Luftqualität in Burscheid durch Pflanzung zusätzlichen Grüns“.
Den Grünen im Stadtrat ist das nicht konkret genug, wurde jetzt im Stadtentwicklungsausschuss deutlich. „Wir vermissen Kennzahlen: Wo sollen Radwege gebaut werden, wo neue Querungshilfen, welche Gehwege sollen saniert, wo Bäume gepflanzt werden“, referierte Sebastian Wolf die Anforderungen.
Wir müssen unsere Ziele messbar machen.
Was ihm auch fehlte: ehrgeizige Pläne für sicherere Wege zur Schule und zur Kita. Oder der Einsatz für bessere Taktungen im Busverkehr. Auch bei den Tempokontrollen für Autofahrer müsse die Stadt mehr Energie an den Tag legen und die tatsächlichen Ergebnisse dann gegenüber den Politikern offenlegen. Die Stadtverwaltung brauche außerdem ein Konzept, nach dem Flächen entsiegelt werden. Auch das sei konkret nachzuhalten.
„Wir müssen unsere Ziele messbar machen“, fasste Wolf in der Sitzung im Rathaus zusammen. Das Echo der anderen Fraktionen war verhalten; Bürgermeister Dirk Runge aber stellte mit Blick auf die Fraktionen fest: „Es steht Ihnen frei, weitere Ziele zu formulieren.“ Die Grünen wollen ihre Ideen nun zügig nachreichen. Auf dass die „Ziele 2027“ der Stadtverwaltung in Sachen Stadtplanung und Umwelt konkreter und ambitionierter ausfallen.


