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Konzept gefordertBurscheids Schulen sollen kühler werden

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Die Max-Siebold-Halle in Hilgen

Die Max-Siebold-Halle in Hilgen ist gerade erst modernisiert worden. Aber nicht komplett.

Die Stadtverwaltung muss an ihrem Hitzeschutzkonzept arbeiten. Das wünscht sich die AfD-Fraktion.

Schulen, Sporthallen, und Kitas in Burscheid sollen nach und nach besser gegen hohe Temperaturen geschützt werden. Die Stadtverwaltung sollte deshalb ihr Hitzeschutzkonzept weiterentwickeln, und das am besten bis zum Herbst. Das regt die AfD-Ratsfraktion in einem ausführlichen Antrag an. Ziel müsse sein, „Bildung, Betreuung und Sport auch unter zunehmend heißen Sommern verlässlich sicherzustellen und die Lern-, Arbeits- und Sportbedingungen nachhaltig zu verbessern“, so Fraktionschef Markus Petzold.

Die Fraktion will unter anderem wissen, wie man schnell etwas ausrichten könnte an den Gebäuden. Genannt werden außenliegende Verschattung, Dach- und Fassadenbegrünung oder reflektierende Fenstervorrichtungen oder Methoden, die ein Auskühlen der Räume über Nacht ermöglichen. Es müsse angesichts häufiger und längerer Hitzeperioden darum gehen, Klassenräume „kurzfristig und kostengünstig“ zu entlasten. Untersuchen sollte die Stadtverwaltung auch, ob „es ausreichend und wirtschaftlicher sein kann, zunächst nur besonders betroffene Teilbereiche – etwa einzelne Klassen- oder Betreuungsräume oder einzelne Abschnitte einer Sporthalle – mit aktiver Kühlung auszustatten, statt ganze Gebäude“.

Reversible Wärmepumpen, Solarmodule

Ausdrücklich nennt die Burscheider AfD auch reversible Wärmepumpen: Geräte also, die im Winter heizen und im Sommer kühlen und sich mit der kommunalen Wärmeplanung verbinden lassen. Eine Kombination mit Photovoltaikanlagen zur Eigenstromversorgung könne womöglich wirtschaftlich sein.

Die Ernst-Moritz-Arndt-Schule in Hilgen

Zumindest das Dach der Ernst-Moritz-Arndt-Schule in Hilgen mutet modern an. Besserer Hitzeschutz ist aber auch hier denkbar.

Dass man sich im Burscheider Rathaus nach passenden Förderprogrammen von Bund, Land oder anderen Geldgebern umsieht, spricht die AfD ebenfalls an. Sodann sollen die Fachleute in der Stadtverwaltung abschätzen, welche Investitions- und Betriebskosten – einschließlich Wartung und Hygiene der Anlagen – entstehen würden, wie sich der erweiterte Hitzeaktionsplan „in eine langfristige kommunale Strategie zur Klimaanpassung öffentlicher Gebäude einordnen“ lässt und in welcher Reihenfolge das Programm umgesetzt werden sollte, wenn man auf Dringlichkeit und Wirtschaftlichkeit schaut.

Wo ist es besonders heiß?

Am Anfang müsse natürlich eine Bestandsaufnahme stehen, so Petzold. Er will von der Verwaltung wissen, „welche Schulen, Kindertagesstätten und Sportstätten in den Sommermonaten besonders von hohen Raumtemperaturen betroffen sind und ob hierzu bereits Temperaturmessungen vorliegen“.

Aus AfD-Sicht ist es dringend erforderlich, Kinder, Betreuungs- und Lehrpersonal besser vor großer Hitze zu schützen. Hohe Temperaturen sorgten für Unterrichtsausfall; „für die Schülerinnen und Schüler bedeutet dies einen Verlust wertvoller Lernzeit“.

Außer Schulen und Kitas hat die Fraktion auch Burscheids Sporthallen im Auge. Dort gibt es ja nicht nur Schul‑, sondern auch viel Vereinssport und ähnliche Angebote. Die Hallen seien also auch „wichtige Orte des gesellschaftlichen Lebens“, so Fraktionschef Petzold.