Ideenwettbewerb in Rhein-BergWie Kinder sich eine Welt ohne Autos vorstellen

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Kinder von Kitas des Rheinisch-Bergischen Kreises auf einem Spielgerüst.

Die Kinder sind stolz auf ihre Preise, Thomas Wulf (r.) auf die selbstgebastelte Wupsi-Laterne, die er geschenkt bekommen hat.

Das Naturgut Ophoven und die Wupsi hatten Kitas im Rheinisch-Bergischen Kreis zum Kreativwettbewerb aufgerufen.

Wie eine Welt ohne Autos funktionieren könnte, da haben die Kita-Kinder des Rheinisch-Bergischen Kreises so einige Ideen: Man könnte ja auf dem Hexenbesen in die Kita reiten, auf einer Rakete – oder auch Teleportation wäre eine super Sache.

Aufgerufen zum Ideenwettbewerb „Eine Welt ohne Autos“ hatte das Naturgut Ophoven in Zusammenarbeit mit der Wupsi. „Ziel dieser Aktion war es, dass sich die Kinder mit ihrer Zukunft beschäftigen und gemeinsam aktiv Ideen entwickeln, wie ihre Zukunft aussehen kann“, erklärt Thomas Wulf von der Wupsi.  20 Prozent der Treibhausemissionen, die in Deutschland produziert werden, gehen auf den Verkehr zurück, erklärt Ute Rommeswinkel vom Naturgut. Deshalb sei eine Diskussion über nachhaltige Mobilität so wichtig, angefangen bei den Kleinsten. 

Laternen-Bus aus Müll

Gewonnen hat die Kita Sonnenblume in Burscheid: Mit einem Film, in dem eine selbstgebastelte Laterne in Form eines Wupsi-Busses vom Busbahnhof am Raiffeisenplatz bis zur nahen Kita schwebt. „Wir basteln unsere Laternen schon seit vielen Jahren aus Dingen, die sonst im Müll landen würden“, erklärt Julian Mihu, stellvertretender Leiter der Caritas-Kita. Der Bus zum Beispiel besteht aus zwei leeren Milchtüten mit Rädern aus Deckeln.

In diesem Jahr haben sich die Kinder der Kita Sonnenblume das Thema Fahrzeuge vorgenommen. Und dabei überlegt, welche Fahrzeuge man denn tatsächlich braucht und wie eine Welt ohne Autos aussehen kann. Das wurde dann in dem Video präsentiert – als Siegespreis überreichte Wulf den Kindern einen Gutschein für einen Besuch bei den großen Bussen im Wupsi-Betriebshof. Inklusive Fahrt durch die Bus-Waschanlage, was bei den Kindern den größten Jubel auslöste.

Leih-Lastenräder für Eltern

Auch abseits des Projekts engagiert sich die Kita Sonnenblume für einen emissionsarmen Weg zur Kita: Über den Förderverein wurden im vergangenen Jahr zwei Lastenräder angeschafft, die die Eltern unkompliziert und kostenfrei über die Internetseite des Vereins ausleihen können. So kommt Hauke ganz häufig mit dem Lastenrad zur Kita. „Mein Papa fährt das dann, das geht genau so, wie bei einem normalen Fahrrad“, weiß der Fünfjährige.

Außerdem hat die Kita einen modernen Unterstand für Fahrräder angeschafft, um Familien zum Radfahren zu motivieren. „Aber auch Busfahren finden die Kinder total spannend“, sagt Mihu. Deswegen freue er sich besonders über den Preis.  

Alle Autos können aber nicht abgeschafft werden, da sind sich die Sonnenblumen-Kinder einig: Polizei und Feuerwehr brauchen ihre Autos, ganz klar. Entsprechende Laternen sind ebenfalls im Video zu sehen. Und einem Kind war ein besonders Fahrzeug ganz wichtig: „Wenn ein Löwe einmal krank ist, dann muss es unbedingt einen Tierkrankenwagen geben.“


Zukunftsautos und ein Diorama

Die Preisträger: 1. Platz: Kita Sonnenblume Burscheid für ein Videoprojekt, 2. Platz: Waldkita Rösrath für ein riesiges Auto aus Holz,  3. Platz: Kita Sülztal/Overath für ein Diorama mit Modellfiguren und -landschaften, 4. Kita Margarethenhöhe/Bergisch-Gladbach für gebastelte Zukunftsautos;  4. Platz: Waldkita Dombach/Bergisch Gladbach für einen Posterbeitrag. 

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