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Neues SchulzentrumBauexperte wehrt sich gegen weitere Parkplätze in Leichlingen

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Der Leichinger CDU-Fraktion schwebt eine Parkpalette Am Pastorat vor.

Der Leichinger CDU-Fraktion schwebt eine Parkpalette Am Pastorat vor.

Am Donnerstag steht die Parkplatz-Debatte auf der Tagesordnung des Sonderausschusses Schulzentrum.

SPD, Grüne, BWL, Volt, Linke und FDP wollen ein Quartiersparkhaus auf dem Eicherhofsfeld, die CDU will eine Parkpalette Am Pastorat. Am Donnerstag stehen die entsprechenden Anträge auf der Tagesordnung des Sonderausschusses Schulzentrum. Hintergrund der Debatte ist die Frage, wo in der Innenstadt neue Parkplätze entstehen könnten. Das Schulzentrum wird neu gebaut, das Rathaus soll eines Tages folgen.

Jetzt hat Gerd Ribbeck einen Bürgerantrag eingebracht, der nicht die Frage stellt, wo Parkplätze gebaut werden könnten, sondern ob das überhaupt nötig ist. Diese Frage beantwortet Ribbeck, Fachmann für nachhaltiges Bauen und im Hinblick auf Umweltschutz stadtweit engagiert und bekannt, mit einem klaren Nein. Millionen in Parkplätze zu stecken, hält Ribbeck für eine „fatale Fehlentscheidung zulasten der nächsten Generation“.

Sein Antrag sieht vor, „die aktuelle Planung für den Neubau der Schulen und des Rathauses hinsichtlich der Stellplatzanzahl kritisch zu prüfen“. Er will keine zusätzlichen Stellplätze, sondern fordert, dass die Planung auf das funktional notwendige Minimum (zum Beispiel für Behindertenparkplätze) begrenzt werde. Er will das dadurch eingesparte Geld „für eine höhere bauliche Qualität der Hauptgebäude“ einsetzen. Ihm gehe es vor allem um Langlebigkeit, energetische Effizienz und die pädagogische Ausstattung.

Parkplätze will Ribbeck stattdessen durch besseren ÖPNV, bessere Fahrradinfrastruktur und Sharing-Modelle von Verkehrsmitteln ersetzen. Das schone den Haushalt, verbessere die Bildungschancen für junge Menschen und stehe für eine zukunftsfähige Stadtplanung, die auf „Mobilitätsmanagement statt auf Flächenversiegelung“ setze.

Ribbeck schreibt: „Der Antrag fordert ein radikales Umdenken bei der Mobilität. Statt immer mehr Autoverkehr ins Zentrum zu locken, soll das Geld in ein modernes Mobilitätsmanagement investiert werden.“ Ein modernes Rathaus und erstklassig ausgestattete Schulen, ohne die Stadtkasse durch überflüssige Großparkplätze zu belasten, sei das Ziel.