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Am Pastorat oder auf dem EicherhofsfeldWohin mit weiteren Parkplätzen in Leichlingen?

3 min
Der Leichinger CDU-Fraktion schwebt eine Parkpalette Am Pastorat vor.

Der Leichinger CDU-Fraktion schwebt eine Parkpalette Am Pastorat vor.

Quartiersparkhaus oder Parkpalette? Die Fraktionen im Leichlinger Rat haben unterschiedliche Vorstellungen.

Die Leichlinger CDU-Fraktion will am Parkplatz Am Pastorat eine Parkpalette errichten. Einem Antrag nach soll die Stadtverwaltung vom Rat beauftragt werden, dazu mit der evangelischen Kirche – ihr gehört das Grundstück – Gespräche zu führen. Sollte man sich einigen, soll die Stadt mit den Planungen beginnen und damit, die möglichen Kosten zu ermitteln. Außerdem, so die Christdemokraten, soll die Parkpalette in die Planung für das umzugestaltende Schulzentrum einbezogen werden.

Die Fraktion bezieht sich in ihrer Begründung für den Antrag auf einen Vorstoß von SPD, Grünen, BWL, Volt, Linken und FDP. Die wollen ein Quartiersparkhaus am Schulzentrum, die rund 100 Stellplätze, die fürs Schulzentrum benötigt werden, sollen auf dem Eicherhofsfeld entstehen, so die Vorstellung der Fraktionen. Inklusive Fahrradabstellanlagen, Ladeinfrastruktur, Carsharing- oder Leihradangeboten.

CDU will Eicherhofsfeld höchstens als Interim

Die Fraktionen hatten auch schon Quartiersparkhäuser für den Bahnhof und den Standort Brückerfeld/Wallgraben gefordert. Dabei gehe es nicht darum, das Eicherhofsfeld großflächig weiterzuentwickeln, sondern Parkplätze, sofern sie nötig seien „so flächensparend wie möglich“ zu organisieren.: „Jeder Quadratmeter, der nicht für ebenerdiges Parken versiegelt wird, bleibt für den Schulcampus, Begrünung, Aufenthaltsqualität und Regenwasserversickerung erhalten.“

Grünen-Fraktionschef Christian Paulitz-Erdmann sagt über die Idee zum Eicherhofsfeld: „Ein Quartiersparkhaus spart Fläche, hält Raum für Begrünung und Regenwasserversickerung frei und stärkt den gesamten Schul-, Sport- und Veranstaltungscampus.“ Martin Steinhäuser (BWL)  hält das für die beste und sparsamste Lösung, und SPD-Fraktionschef Dominik Laufs sieht einen Vorteil in der Flexibilität, wenn sich später der Bedarf verändert. Denn das Quartiersparkhaus soll nach Vorstellung der Fraktionen in Modulbauweise errichtet werden.

Das Schulzentrum in Leichlingen wird wegen zu hoher PCB-Belastung komplett neu geplant.

Das Schulzentrum in Leichlingen wird wegen zu hoher PCB-Belastung komplett neu geplant.

Wenn es nach der CDU geht, soll das Eicherhofsfeld am liebsten aber langfristig gar nicht als Parkfläche in Anspruch genommen werden. Damit sich der Bau des Schulzentrums nicht verzögere, sei es denkbar, den Platz höchstens als Interim zu nutzen. Aber: „Sobald eine Parkpalette Am Pastorat errichtet ist, soll dieser Interimsparkplatz, falls er überhaupt errichtet werden muss, zurückgebaut werden.“

Schon 2023, als es im alten Rat noch das Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP gab, habe man den Antrag gestellt, die für das Schulzentrum benötigten Plätze Am Pastorat zu errichten. Das wurde aber nicht weiterverfolgt, der Rat habe sich darauf geeinigte, das Eicherhofsfeld nur übergangsweise in Anspruch zu nehmen.

Modulare Leichtbauweise, E-Lademöglichkeiten, Photovoltaik und Begrünung sind für uns beim Bau der Parkpalette selbstverständlich.
Aus dem CDU-Antrag

Die Vorteile Am Pastorat laut CDU: Auch wenn es noch keinen Bebauungsplan gebe, sei das Areal im Flächennutzungsplan als Parkfläche ausgewiesen. Man könne sofort mit Bau und Planung beginnen. Und zwar am liebsten in Ebenen über den bestehenden Plätzen, damit man auch vor Hochwasser geschützt ist. Für das Parkhaus auf dem Eicherhofsfeld müsste man erst den Regionalplan ändern, bevor man einen B-Plan aufstellt, „was nach Einschätzung der CDU-Fraktion zu erheblichen Verzögerungen für den Bau des Schulzentrums führen würde“.

Die Stellplätze seien mit dem Abriss einzelner Gebäude der erste Schritt beim neuen Schulzentrum, sagt die Fraktion. Zur Erinnerung: Erhöhte PCB-Werte machen es notwendig, dass in Leichlingen das komplette Schulzentrum neu gebaut werden muss. Und der Vorstoß der anderen Fraktion würde „erneut umfangreiche planungsrechtliche Verfahren erforderlich machen und den Neubau des Schulzentrums erheblich verzögern“. Und das, so sei der Konsens in allen bisherigen Beratungen, solle man vermeiden.

Die Parkpalette sei auch ein attraktives Angebot für den Einzelhandel und die Menschen, die in die Innenstadt kommen. Und: „Modulare Leichtbauweise, E-Lademöglichkeiten, Photovoltaik und Begrünung sind für uns beim Bau der Parkpalette selbstverständlich.“