Eineinhalb Wochen lang haben die Gemeindemitglieder gesammelt.
ErntedankfestChristliche Gemeinde spenden an Leichlinger Tafel

Die Vertreterinnen und Vertreter der christlichen Gemeinden übergaben dem Tafel-Team am Montagmorgen die Spendenkörbe.
Copyright: Niklas Pinner
Es bleibt kaum eine Gelegenheit für ein Pressefoto. Immer wieder kommt jemand mit einer weiteren Kiste voller Lebensmittel und stellt sie auf oder vor den Stufen von St. Johannes Baptist in Leichlingen ab. Kürbisse, Kartoffeln, Nudeln, Haltbares, Frisches – es ist wieder einiges zusammengekommen, über das sich das Team der Leichlinger Tafel um Helga Paul freut.
Die christlichen Gemeinden der Blütenstadt hatten eineinhalb Wochen in den Haushalten ihrer Mitglieder und der Leichlinger Kita-Familien für Menschen gesammelt, die auf Unterstützung angewiesen sind. Die katholische Gemeinde St. Johannes Baptist (Leichlingen) und St. Heinrich (Witzhelden) war dabei, die evangelische Kirche Leichlingen und Witzhelden, die freikirchliche Kuhle-Kirche, die Gemeinde der Christuskirche Weltersbach, die Gemeinde „Treffpunkt Leben“, die neuapostolische Kirchengemeinde.
Und auch wenn am Montagmorgen Dutzende Kisten zusammengekommen sind, so sind es laut Christian Wehde, Pastor der Kuhle-Kirche, weniger als in den vergangenen Jahren. Seine Erklärung: „Die Menschen können in diesen Tagen nicht so viel abgeben.“ Alles ist teurer geworden, die Menschen könnten sich derzeit weniger leisten. Erst recht Rentnerinnen und Rentner sowie alleinerziehende Menschen.
Die Tafel Leichlingen gibt es in diesem Jahr seit 20 Jahren. 36 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer holen Ware ab, sortieren sie und verteilen sie an zwei Ausgabetagen an die Menschen, die weniger haben. Bei der Erntedankaktion hatte das Team unter anderem nach Konserven, Reis, Tee oder Kaffee gefragt. Oder auch nach Süßigkeiten, denn auch Kinder gehören zum Kundenkreis.
Mitten im reichhaltigen Angebot liegt ein großes, rundes Brot: „Erntedank 26“ steht darauf. Das komme vom Erntedankfest in Witzhelden, sagt eine Helferin. Der Gedanke hinter der Aktion sei, dass die Menschen, denen es besser gehe, anlässlich des Erntedankfestes anderen etwas abgeben, sagt Christian Wehde.
