Der Sonderausschuss legt B1 als Grundlage für die weitere Planung fest.
UmgestaltungLeichlinger Schulzentrum bleibt unter einem Dach

Das Leichlinger Schulzentrum soll als kompakte Einheit auf dem bestehenden Grundstück weiterentwickelt werden.
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Beim Leichlinger Schulzentrum ist die nächste wichtige Entscheidung gefallen: Der Sonderausschuss hat sich für die Variante B1 entschieden. Das „Kompakte Schulzentrum“ soll damit auf dem bisherigen Grundstück weitergeplant werden.
Damit sind zwei andere Varianten vom Tisch. Die Variante B2 sah eine Nutzung des Rewe-Geländes vor. Nach einem Gespräch mit dem Pächter sei jedoch deutlich geworden, dass eine Auflösung des Pachtvertrags auf absehbare Zeit nicht infrage komme. Eine ausreichende Planungssicherheit für das Grundstück sei damit nicht gegeben.
Auch die Variante B3 wird nicht weiterverfolgt. Sie sah vor, die Sekundarschule auf der Fläche der heutigen Dreifeldsporthalle unterzubringen. Die Schulleitungen hatten einen solchen getrennten Standort, der durch eine Straße vom übrigen Schulzentrum getrennt wäre, wiederholt kritisch bewertet. Genannt wurden zusätzliche Wege für die Schülerinnen und Schüler sowie organisatorische Nachteile. Auch der Verlust eines zusammenhängenden Schulzentrums wurde kritisch gesehen. Nach Einschätzung der Verwaltung würde eine weitere vertiefte Untersuchung von B3 zusätzlichen Abstimmungs- und Planungsaufwand verursachen und damit weitere Zeit kosten.
Einen erkennbaren zusätzlichen Vorteil sieht die Stadt dagegen nicht. Die vorhandenen personellen, finanziellen und planerischen Ressourcen sollen deshalb auf die Konkretisierung und Umsetzung der Variante B1 konzentriert werden.
Machbarkeitsstudie sieht Platz für alle Bereiche
Die abgeschlossene Machbarkeitsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass die erforderlichen Flächen grundsätzlich auf dem bestehenden Grundstück untergebracht werden können. Dazu gehören neben Sekundarschule und Gymnasium auch Mensa, Aula und Sporthallen. Damit ist die zentrale Voraussetzung für die kompakte Variante geschaffen.
Die Verwaltung sieht B1 auf Grundlage der Untersuchung als umsetzbar an. Auch aus Sicht des städtischen Klimamanagements spreche für die Variante unter anderem, dass die Vorteile eines Neubaus genutzt werden könnten und die kompakte Anordnung das gemeinsame Schulleben unterstütze. Allerdings steht mit der Entscheidung noch kein fertiger Bauplan fest. Grundsätzlich stehen die Flächen für die beiden Schulen fest, die konkrete Anordnung der Gebäude ist aber noch offen. Die Machbarkeitsstudie ist zunächst ein „Flächenspiel“ und zeigt vor allem, dass die benötigten Flächen auf dem bestehenden Grundstück Platz finden. Die Planung berücksichtigt dabei eine sechszügige Sekundarschule und ein fünfeinhalbzügiges Gymnasium.
Die Machbarkeitsstudie war zugleich die Grundlage dafür, dass der Sonderausschuss nun eine Variante verbindlich für die weitere Planung festlegen konnte. Damit kann die Stadt von der grundsätzlichen Variantenprüfung in die konkretere Planung übergehen.
Mensa-Antrag der AfD abgelehnt
In der Sitzung wurde außerdem über einen Antrag der AfD abgestimmt. Stefan Müller erläuterte den Antrag. Ziel war es, eine weitere Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Der Antrag wurde mit einer Ja-Stimme, neun Nein-Stimmen und keiner Enthaltung abgelehnt. Anschließend stimmte der Ausschuss über den Vorschlag der Verwaltung ab, B1 als verbindliche Grundlage für die weitere Planung festzulegen. Dieser Beschluss wurde einstimmig mit zehn Ja-Stimmen, keiner Gegenstimme und keiner Enthaltung gefasst. Damit ist die Variantenentscheidung abgeschlossen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die notwendigen weiteren Planungsschritte einzuleiten und die Umsetzung des Schulzentrums voranzutreiben.
So geht es weiter
Mit der Entscheidung kann nun die konkrete Planung beginnen. Nach Angaben der Stadt liegen die Schwerpunkte zunächst auf dem Interim-Containerbau und der Sekundarschule. Für die derzeit im Gebäude der ehemaligen Hauptschule untergebrachte Oberstufe ist ein Interim vorgesehen. Dabei soll es sich nicht lediglich um eine kurzfristige Containerlösung handeln, sondern um ein hochwertiges Gebäude, das voraussichtlich sechs bis acht Jahre genutzt werden kann.
Auch die Sekundarschule soll möglichst frühzeitig aus ihrer bisherigen Situation herausgelöst werden. Ein wichtiges Ziel ist dabei, das PCB-belastete Gebäude der ehemaligen Hauptschule möglichst frühzeitig zu ersetzen. Dort soll die neue Sekundarschule entstehen. Auch die Parkplatzfrage ist noch offen. Wo und wie viele Stellplätze künftig benötigt werden, soll erst in einer späteren Planungsphase geklärt werden. Die Sporthallensituation soll sich durch die neue Planung ebenfalls verbessern. Derzeit muss der Sportunterricht trotz der Mitnutzung weiterer Hallen um etwa ein Drittel gekürzt werden. Mit dem kompakten Schulzentrum sollen künftig mehr Hallenteile für die Schulen und Vereine zur Verfügung stehen. Wie das Schulzentrum in Zukunft genau aussehen wird bleibt weiterhin offen.
