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Chor und Band„Con Dios“ bereichert seit 25 Jahren die Musiklandschaft in Witzhelden

„Con Dios“ bedeutet „mit Gott“ – und genau das verbindet die Mitglieder der Witzheldener Musikgruppe.

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Im September feierte der Chor „Con Dios“ seinen 25. Geburtstag mit einem Konzert.

Im September feierte der Chor „Con Dios“ seinen 25. Geburtstag mit einem Konzert.

Seit 25 Jahren gibt es „Con Dios“ – den Kirchenchor mit Band aus Witzhelden. Die mittlerweile mehr als 20 Mitglieder treffen sich wöchentlich, um gemeinsam christliche Lieder einzustudieren. Das Repertoire ist vielfältig: Von klassischer Kirchenmusik, über moderne Lieder mit christlichen Inhalten bis zu reinen Instrumentalstücken traut sich „Con Dios“ immer wieder an neue Herausforderungen.

Die Gruppe ist ein Teil der evangelischen Kirchengemeinde Witzhelden und wird von dieser auch finanziell unterstützt. Beispielsweise bezahlt die Gemeinde die Chorleiterin Carolin Buntenbach. „Anfangs hatten wir keine Chorleitung. Das hat zwar auch funktioniert, aber wir haben bemerkt, dass es doch sehr helfen kann, mit jemand Professionellem zu arbeiten“, sagt Dirk Schacht, seit mehr als 20 Jahren Bassist bei „Con Dios“. Außerdem stellt die evangelische Kirchengemeinde Witzhelden die Proberäume und steuert Zuschüsse für Noten bei.

„Con Dios“ besteht aus einer Band mit Schlagzeug und Bass sowie Harmonie- und Melodieinstrumenten. Der Rest der Mitglieder singt in den klassischen Chorstimmen Sopran, Alt, Tenor und Bass. Jedes Jahr kommen neue Mitglieder dazu, die Lust haben, sich an der Gruppe zu beteiligen.

Spaß steht im Vordergrund

Übersetzt heißt der Gruppenname „mit Gott“, denn neben ihrer Begeisterung für Musik ist der Glaube etwas, das die Mitglieder von „Con Dios“ miteinander verbindet. Auch wenn es kein Teilnahmekriterium ist, sind alle Mitglieder auf die eine oder andere Art gläubig oder spirituell. „Manche von uns haben mit der Kirche vielleicht sonst nicht viel am Hut, aber können sich inhaltlich trotzdem mit uns und den gesungenen Liedern identifizieren. Uns ist wichtig, dass wir eine heterogene Gruppe sind und offen“, sagt Schacht.

Dirk Schacht kam damals zu „Con Dios“, als eine Bekannte, die schon Mitglied war, ihn ansprach, da sie gehört hatte, dass er Bass spielte. Damals trat „Con Dios“ noch viel in Kindergottesdiensten auf. „Zu der Zeit haben mir die Lieder, die wir spielten, noch nicht so gut gefallen, aber es war einfach schön, zu sehen, dass die Kinder Spaß an unserem Firlefanz haben“, sagt er. Mittlerweile habe sich „Con Dios“ auch musikalisch sehr weiterentwickelt und spiele auch anspruchsvollere Stücke.

„Es gibt bei uns keinen Performancedruck, das Wichtigste ist der Spaß. Trotzdem entstehen tolle Dinge und die Proben sind zielgerichtet, da wir oft auf Auftritte oder neue Projekte hinarbeiten“, erklärt der 63‑Jährige. Alle paar Wochen tritt „Con Dios“ in einem Gottesdienst auf und ein- bis zweimal im Jahr setzen sie größere Projekte um, zum Beispiel christliche Musicals. Ab und zu engagieren sie auch professionelle Musiker, mit denen sie dann ein Konzert planen. Auf Kooperationen mit anderen Gemeinden oder Kunstschaffenden wird großer Wert gelegt.

Trauer bei Jubiläumsfeier

Auch außerhalb Witzheldens trifft sich die Gruppe, zum Beispiel zur Chorfahrt auf Norderney oder als sie in einer Pariser Gemeinde auftraten. „Wir haben keinen festen Plan, wo es mit unserer Gruppe hingehen soll, aber wir wollen uns immer weiterentwickeln und offen für neue Projekte sein“, sagt Dirk Schacht. Über die Zukunft der Gruppe macht er sich keine Sorgen – zwar sind die meisten Mitglieder eher älter, jedoch kommen immer wieder neue Leute dazu, die Spaß an der Musik haben. Aus einigen der Musikbekanntschaften bei „Con Dios“ sind auch schon Freundschaften entstanden.

Bei der Feier zum 25. Geburtstag Ende September brachte „Con Dios“ neben vielen Liedern auch ihre Gruppengeschichte auf die Bühne. Durch den überraschenden Tod der Witzheldener Erntekönigin Sandra Pauly am Vortag, war die Veranstaltung auch sehr emotional. „Die Feier war sehr schön und hat Spaß gemacht, die Kirche war prall gefüllt. Durch das Gedenken an verstorbene 'Con Dios'-Mitglieder und Gemeindemitglied Sandra Pauly war es natürlich auch sehr melancholisch. Es sind viele Tränen geflossen“, erinnert sich Schacht.