Der Sonderausschuss soll am Montag Variante B1 zur Grundlage der weiteren Planung machen.
Schulzentrum Am HammerFällt in Leichlingen am Montag die Entscheidung für Variante B1?

Der Schulhof des Städtischen Gymnasiums ist Teil des Geländes, auf dem das neue Schulzentrum entstehen soll.
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Wie das neue Schulzentrum Am Hammer genau aussehen wird, ist noch offen. Die architektonische Lösung wird in den weiteren Planungsschritten entwickelt. Fest steht jedoch: Das bestehende Grundstück bietet laut Machbarkeitsstudie ausreichend Platz für das künftige Schulzentrum. Damit ist der Weg für Variante B1 frei. Sie sieht vor, Gymnasium, Sekundarschule, Mensa, Aula und Sporthallen kompakt auf dem bisherigen Areal zu entwickeln. Der Sonderausschuss Schulzentrum soll auf Vorschlag der Verwaltun am Montag, 28. September, beschließen, diese Variante zur Grundlage der weiteren Planung zu machen.
Im bisherigen Verfahren wurden mehrere Möglichkeiten betrachtet. Die Machbarkeitsstudie zeigt, dass alle benötigten Räume auf dem bestehenden Grundstück untergebracht werden können. Damit spricht aus Sicht der Verwaltung ein wesentlicher Grund dafür, an der ursprünglich favorisierten kompakten Lösung festzuhalten. Die bisherigen Darstellungen zeigen, dass die benötigten Baukörper grundsätzlich Platz finden. Die konkrete Anordnung und Gestaltung wird später entwickelt.
Entscheidende Hürden
Neben B1 waren zwei weitere grundsätzliche Entwicklungsvarianten im Gespräch. B2 sah eine Nutzung des REWE-Grundstücks auf der Straßenseite gegenüber vor. Diese Möglichkeit soll nun nicht weiterverfolgt werden. Nach Gesprächen mit dem Pächter ist nicht absehbar, dass der bestehende Vertrag beendet werden kann. Damit fehlt die für ein solches Großprojekt notwendige Planungssicherheit. B3 setzte auf einen anderen Ansatz: Die Sekundarschule sollte auf der Fläche der heutigen Dreifeldsporthalle entstehen. Damit wäre sie räumlich durch eine Straße vom übrigen Schulzentrum getrennt.
Diese Trennung war von den beteiligten Schulleitungen wiederholt kritisch bewertet worden. Zusätzliche Wege für Schülerinnen und Schüler und organisatorische Schwierigkeiten wurden als mögliche Nachteile genannt. Auch die Vorstellung eines zusammenhängenden Schulstandorts würde damit aufgegeben. Nun kommt ein weiterer Punkt hinzu: Die Machbarkeitsstudie zeigt, dass diese räumliche Trennung offenbar nicht erforderlich ist, um alle Räume unter zu bringen.
B3 ist trotzdem raus
Variante B3 ist nach Auswertung der Machbarkeitsstudie aus Sicht der Verwaltung nicht weiterzuverfolgen. Damit kann nun über den Standort entschieden werden. Der Ausschuss soll mit seinem Beschluss festlegen, welche Lösung die weitere Planung bestimmt. Bei B1 wäre dies der bestehende Schulstandort. Die konkrete Ausgestaltung des Campus folgt anschließend. Dabei sollen die städtischen Leitlinien für eine sichere, flexible, nachhaltige und langfristig anpassungsfähige Lernumgebung berücksichtigt werden.
Parallel zur langfristigen Planung muss die Stadt die Bauphase organisieren. Sicher ist, dass die gymnasiale Oberstufe während der Bauzeit ausweichen muss. Dafür ist ein Interimsbau auf dem Schotterparkplatz hinter dem Bürgerhaus vorgesehen. Über die verschiedenen Varianten hatte der Sonderausschuss bereits Ende August beraten. Dabei wurde Variante zwei als bevorzugte Lösung ausgewählt.
Es wurde bestätigt, dass die vorgesehenen Räume für den Schulbetrieb geeignet und flexibel nutzbar seien. Der Ausschuss beschloss einstimmig, diese Variante zur Grundlage der weiteren Planung und des Vergabeverfahrens zu machen. Es handelt sich dabei um zwei völlig unterschiedliche Konzepte: Variante Zwei betrifft die vorübergehende Unterbringung der Oberstufe, B1 dagegen die langfristige Entwicklung des gesamten Schulzentrums.
Parkplatzfrage ist noch offen
Offen ist noch, wie viele Stellplätze künftig benötigt werden und wo sie entstehen. Der Sonderausschuss hat Ende August die ergebnisoffene Prüfung von drei Varianten an zwei möglichen Standorten – Eicherhofsfeld und Pastorat – in Auftrag gegeben. Ergebnisse werden frühestens im November erwartet.
Am Montag soll daher die Richtung festgelegt werden: B2 und B3 scheiden aus, B1 wird Grundlage der weiteren Planung. Der eigentliche Schulbau ist damit noch nicht beschlossen.
