Die Stadt und der Rheinisch-Bergische Kreis weisen auf die empfindliche Natur und das wertvolle Handwerksdenkmal am Wupperufer hin.
Natur- und DenkmalschutzLeichlingen und Rhein-Berg kontrollieren am Wipperkotten

Der Wipperkotten am Solinger Ufer der Wupper, davor das Wehr
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Die Städte Leichlingen und Solingen sowie der Rheinisch-Bergische Kreis kündigen weitere Kontrollen zum Schutz des Wipperkottenwehrs und der Natur an der Wupper in Höhe des Wipperkottens an. In den vergangenen Jahren hatten immer wieder Ausflügler das Badeverbot in der Wupper missachtet. Zuletzt am Pfingstwochenende Ende Mai machten sich einzelne Ausflügler sogar am Wehr zu schaffen, indem sie Steine aus dem Wehr lösten. Kurz vor dem Beginn einer Hitzeperiode in den kommenden Tagen weisen die Städte und der Kreis deshalb darauf hin, dass der Wipperkotten am Solinger Wupperufer mit seinem Wehr als Baudenkmal gesetzlich geschützt ist und dass auch die Natur an und in der Wupper als Teil des europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000 hohen gesetzlichen Schutz genießt.
„Die Wupperlandschaft bietet rund um den Wipperkotten zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten einen geschützten Lebensraum – Arten wie Eisvogel oder Flussuferläufer sind auf ungestörte Uferbereiche angewiesen. Auch im Fluss selbst befinden sich sensible Lebensräume und Laichplätze von Fischarten wie der Groppe, die bereits durch das Betreten des Flussbetts in Mitleidenschaft gezogen werden können“, heißt es in der Mitteilung. Leichlingen, Rhein-Berg und Solingen fordern Spaziergänger deshalb zu Rücksichtnahme und Respekt vor der Natur und dem Denkmal auf.
Insbesondere erläutern sie, dass das Wehr „kein beliebiger Steinhaufen“ sei, „sondern ein technisch präzise konstruiertes Bauwerk aus lose geschichteten Bruchsteinen. Über Jahrhunderte sorgte es dafür, dass das Wasserrad des Kottens mit ausreichend Wasser versorgt wurde.“ Deshalb dürften weder das Ufer noch das Wehr betreten und insbesondere keine Steine aus dem Wehr entfernt werden. Für die Wupper gilt ein Badeverbot.
Der Wipperkotten und das dazugehörige Wehr in der Wupper haben eine jahrhundertelange Geschichte. Der Kotten, der vermutlich an der Wende zum 17. Jahrhundert errichtet wurde, zählt mit seinen original erhaltenen Schleiferarbeitsplätzen zu den bekanntesten und wichtigsten Baudenkmälern Solingens und der Region. (ps)

