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„Kommunikationsproblem“Ehrenamtliche Quartiersarbeit soll auch zukünftig bestehen

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Ulrike Ring (links), Hilde Cordes und Ulrich Schwelm im Büro der „Alltagsbegleiter“ mit dem Bericht des „Kölner Stadt-Anzeiger“ über die Neukonzeption der Quartiersarbeit, durch den sie vom Ende ihrer Arbeit an der Gartenstraße erfahren haben.

Leichlingen – Mit „einigem Erstaunen“ hat Tobias Rottwinkel (SPD), der Vorsitzende des Sozialausschusses, die Enttäuschung im Team des Leichlinger Quartierstreffs über die Pläne für ein neues Quartierszentrum bei Cremers Weiden zur Kenntnis genommen. Wie berichtet, fühlen sich die Ehrenamtler mit ihrer seit 2017 geleisteten Arbeit bei der Neukonzeption übergangen und ausgebootet. Davon geht Rottwinkel nicht aus und spricht von einem „Kommunikationsproblem“ zwischen den Beteiligten und Verantwortlichen.

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„Wir Kommunalpolitiker haben in der Ausschusssitzung deutlich gemacht, dass die ehrenamtliche Beteiligung auch in einem künftig räumlich und konzeptionell veränderten Umfeld stattfinden kann und soll“, sagt Rottwinkel. Auch der Bericht der Verwaltung zur künftigen Ausgestaltung der Quartiersarbeit beinhalte die Aussage, dass „die bisherigen Ansätze und Projekte nach Möglichkeit und Kräften weitergeführt werden sollten“. Dem gegenüber steht die Klage des bisherigen Nachbarschafts-Teams und der Treff-Leitung, dass mit ihnen niemand über eine Einbindung gesprochen habe und sie von der Neukonzeption erst aus der Zeitung erfahren hätten. Sie wollen (bis auf das Reparaturcafé und eine Literaturgruppe) ihre Arbeit einstellen.

Findungsphase wird es geben

„Natürlich wird es eine Findungsphase geben müssen, wenn ein neuer Quartierstreff eröffnet wird – zumal es sicherlich nicht zum 1. Januar gelingen wird und somit leider kein nahtloser Anschluss an die bisherigen Angebote des Quartierstreffs möglich sein wird“, erklärt Rottwinkel: „Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass allen Beteiligten daran gelegen ist, dies erneut zu einer guten Zusammenarbeit zu verflechten.“

Wenn der Eindruck entstanden sei, „die bisher eingebrachten Potenziale und Ideen würden in einem künftigen Quartierstreff keinen Raum finden“, sei das schade, so Rottwinkel: „Das ist aber definitiv weiterhin erwünscht und laut allen bisherigen Aussagen von der Stadt und den beteiligten Trägern wird es dafür einen Ort und Möglichkeiten geben sobald für die Quartiersarbeit eine neue Lokalität gefunden wurde.“ (hgb)