Ab 14 Uhr lief die Evakuierung, die erfolgreiche Entschärfung konnte die Stadtverwaltung am Abend vermelden.
Bombe in LeichlingenWeltkriegsbombe erfolgreich entschärft

In Leichlingen liegt eine 250-Kilogramm-Bombe in einer Baugrube. Der Bombenentschärfer legt schon mal sein Werkzeug bereit. Entschärfen will er die Bombe gegen 17 Uhr.
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Um 19.49 Uhr meldet die Stadtverwaltung Leichlingen: Die Bombe ist erfolgreich entschärft. Vorangegangen war ein aufregender Tag am Ziegwebersberg.

Die Stadt Leichlingen hat auf dem Luftbild in Gelb den ungefähren Umkreis markiert, der bis 17 Uhr evakuiert werden muss: Im Zentrum liegt Ziegwebersberg.
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Der Baggerfahrer, der die Bombe freigebuddelt hatte, war am frühen Nachmittag nicht vor Ort, als sich die Mitarbeitenden der Leichlinger Stadtverwaltung gegen 14 Uhr bereit machten, um die Nachbarschaft im Umkreis von 500 Metern um den Bombenfund zu informieren, dass sie ihre Häuser verlassen müssen. Der Baggerfahrer musste sich vielleicht erholen, denn er scheint mit seiner Schaufel kräftig an der Fünf-Zentner-Bombe herumgekratzt zu haben, bevor ihm wohl klar geworden war, dass das Objekt in der Grube kein normaler Findling war.

Vom Bürgermeister rekrutierte Freiwillige der Stadtverwaltung machen sich fertig, um die Bewohner persönlich anzusprechen.
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Zwei Aufschlagzünder Im sandig-lehmigen Untergrund in einer Baugrube an der Straße Gravenberger Weg, vielleicht zwei bis drei Meter unter der Grasnarbe, lag seit über 80 Jahren eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe, die, obwohl sie vorne und hinten jeweils einen Aufschlagzünder hat, nicht in die Luft geflogen war. Der Bombenentschärfer und Sprengmeister Julian Granzow vermutet, dass die Bombe dem Bahndamm gegolten haben könnte, der ungefähr 100 Meter neben der Baugrube verläuft. Er gehört zum Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD). Die Bombe hatte keine Zeitzünder, die um ein Vielfaches unberechenbarer sein können als normale Aufschlagzünder. Bomben mit Zeitzündern erfordern eine viel größere Vorsicht. Dennoch musste die Bombe noch am Donnerstag entschärft werden, teilte die Stadtverwaltung Leichlingen mit.
500 Meter Gefahrenbereich
Der Gefahrenbereich erstreckt sich bei der Größe der Bombe in der Lage in einem Umkreis von 500 Metern. Straßen in dem Bereich wurden vor der Entschärfung abgesperrt und evakuiert: Betroffen waren der gesamte Ortsteil Ziegwebersberg, der Müllerhof, der Gewerbepark Alte Glashütte in Leichlingen. Involviert waren aber auch die Ordnungsämter von Solingen und Langenfeld, weil das Grundstück mit der Bombe quasi in einem Städtedreieck nah an der Stadtgrenze zu den beiden Nachbarstädten liegt. Solinger Einwohner der Ortschaft Linde waren betroffen, aber auch ein großer Teil der Langenfelder Müllkippe lag innerhalb des Umkreises. Die Evakuierung begann am frühen Nachmittag. Im Gefahrenbereich durfte sich zur Stunde der Entschärfung niemand mehr aufhalten.
Um genug Helfer rekrutieren zu können, war der Leichlinger Bürgermeister Maurice Winter durch die Büros im Rathaus gezogen: Mitarbeitende aller Ämter konnten sich freiwillig zum Außeneinsatz melden. An der Baugrube bekam jeder eine Warnweste mit der Aufschrift „Ordnungsamt“. Geräumt wurde der gesamte Ortsteil Ziegwebersberg. Die Einsatzkräfte des Ordnungsamtes und der Feuerwehr gingen von Tür zu Tür. Eine Anlaufstelle für von der Evakuierung Betroffene war in der Mensa des Schulzentrums Am Hammer eingerichtet. Auch der Zugverkehr wurde für die Dauer der Entschärfung unterbrochen.

Der Baggerfahrer hat offenbar nicht sofort gewusst, womit er es bei dem harten Gegenstand zu tun hatte: Es gibt Kratzspuren an der Bombe.
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Standardmäßig wird auch der Luftraum gesperrt, aber nur bis 1000 Meter Höhe, das betrifft allenfalls Kleinflugzeuge, denn Flugzeuge im Landeanflug auf Köln-Bonn sind über Leichlingen deutlich höher. Die Straßensperrungen rund um den Gefahrenbereich sorgten für Verkehrsbehinderungen und Wartezeiten. Betroffen waren die Straße Stockberg und die Landwehrstraße Richtung Ziegwebersberg. Auch der ÖPNV war beeinträchtigt. Die eigentliche Entschärfung begann um kurz vor 18 Uhr. Die Sperrung und Evakuierung sollten nach der Entschärfung aufgehoben werden.
Das städtische Gefahrentelefon unter 02175 992-333 ist aktiviert.
