Abo

„Vor dem Straßentod bewahren“Nabu bittet um Schutz von Amphibien im Leverkusener Autoverkehr

1 min
Zwei Kröten sitzen auf der Hand eines Menschen.

Kröten, Frösche und Molche wandern in den kommenden Wochen über die Straßen zu ihren Laichgewässern.

Auf dem Weg zu ihren Laichgewässern müssen Amphibien häufig Straßen queren. Aufmerksame Autofahrende sowie Krötenzäune bieten Schutz.

Dem Schutz von Amphibien zuliebe ist in den kommenden Wochen Vorsicht auf den Straßen geboten. Denn aufgrund der milden Februartemperaturen dauert es in diesem Jahr nicht mehr lange, bis Massen von Erdkröten, Frösche und Molche ihre Wanderung zu den Laichgewässern antreten. Erste Tiere wurden laut Naturschutzbund (Nabu) und Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Leverkusen bereits gesichtet.

Zwei Verkehrsschilder warnen vor der Krötenwanderung in Leverkusen. Auf einem Schild ist eine Kröte abgebildet, auf dem anderen steht „langsam fahren“.

An solchen Stellen ist besondere Vorsicht geboten.

Bei ihrer jährlichen Wanderung müssen die Amphibien häufig Straßen überqueren, die ihre Lebensräume zerschneiden. Autofahrerinnen und Autofahrer bitten Nabu und BUND daher um besondere Rücksicht, insbesondere an Stellen, die mit den Warnschildern „Krötenwanderung“ gekennzeichnet sind. 

Eine ehrenamtliche Helferin setzt eine Kröte in einen Eimer. Im Hintergrund sind die Krötenschutzzäune zu sehen.

Hilfe beim Schutz der Kröten: Die Nabu-Naturschutzstation sucht nach freiwilligen Mitarbeitenden.

Um zu verhindern, dass die Tiere überfahren werden, habe die Nabu-Naturschutzstation Leverkusen-Köln zudem Schutzzäune entlang der Talstraße und der Neukronenbergerstraße aufgestellt. So werde verhindert, dass Kröten, Frösche und Molche auf die Fahrbahnen gelangen. Sie bewegen sich entlang der Zäune und fallen in einen der dort eingegrabenen Eimer. Mitarbeitende und Ehrenamtliche gehen morgens die Zäune ab, bestimmen und zählen die Tiere, um sie anschließend über die Straßen zu tragen und in die Laichgewässer zu entlassen.

Hilfe beim Schutz der Tiere werde weiterhin benötigt. Wer die Naturschutzstation bei den Rettungs- und Kontrollterminen unterstützen will, kann sich beim Nabu unter der Telefonnummer 0157/39330365 anmelden.