Das gestohlene Schwein aus Bürrig ist bei einem Altmetallhändler aufgetaucht.
Arentz-BronzeDas gestohlene Leverkusener Schwein ist gefunden worden

Das verbliebene Bronzeschwein in Bürri des Künstlers Kurt Arentz.
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Das gestohlene Bürriger Bronzeschwein des Leverkusener Künstlers Kurt Arentz ist wiedergefunden worden, aber es ist beschädigt, teilte der Sohn des 2014 gestorbenen Künstlers, Kurt Arentz, auf Anfrage mit.
Das Schwein wurde in einem Sammelcontainer mit Altmetall gefunden, der in einer großen Oberhausener Metallgießerei angeliefert wurde. Dort soll ein Mitarbeiter die Bürriger Tierskulptur erkannt und aus dem Schrotthaufen gezogen haben. Offensichtlich spricht es sich in der Branche herum, wenn Kunstgegenstände verschwunden sind, die wegen ihres Materialwerts eingeschmolzen werden und deshalb irgendwann möglicherweise in Gießereien auftauchen.
Der Weg des gestohlenen Schweins ist nicht nachvollziehbar
Laut Frank Arentz soll aber offenbar nicht mehr nachvollziehbar sein, auf welchem Weg das Schwein in den Container gelangt sein könnte, also welcher Metallhändler das Kunstwerk angenommen hat und wer es dort abgegeben hat. Arentz: „Die Gießerei ist ein riesengroßer Laden, das lässt sich offenbar nicht nachvollziehen.“
Üblicherweise müssen Personen, die Schrott bei seriösen Altmetallhändlern abgeben, einen Ausweis vorzeigen, aber es gibt natürlich auch dunkle Wege, etwa wertvolle Bronzen loszuwerden, um sie einzuschmelzen.
Arentz sagt, er sei selbst zur Gießerei gefahren und habe das Schwein begutachtet. Im Bauch sei ein Loch, ein Ohr sei beschädigt und ein Bein fehle.
Das Schwein werde in der Hausgießerei seines Vaters in Tschechien repariert, sagt Arentz. Es nachzugießen, würde 7000 bis 7500 Euro kosten. Die Gruppe Schweine, erstmals 1999 auf dem Bürriger Dorfplatz aufgestellt, soll dort nicht noch einmal installiert werden. 2012 wurden sie erstmals mit der Verankerung aus dem Boden gerissen, daraufhin erneuerte Arentz noch einmal die Bodenbefestigungen. Gestohlen wurden sie damals aber nicht.
„Jetzt sind die Tiere besser verankert als vorher“, versicherte Arentz damals. Die Bronzefiguren waren eine Dauerleihgabe des Leverkusener Künstlers Kurt Arentz an die Stadt. Die Leihgabe, die an die dörfliche Geschichte des Stadtteils erinnert, war auf Anregung des Künstlers und des Bürriger Bürgers Josef Neukirchen in die Wege geleitet worden.
Beim Diebstahl in diesem Jahr verschwand nur das eine Schwein, ein zweites steht noch am Platz. Es soll aus dem Pflaster herausgenommen und gesichert werden. „Mir wäre am liebsten, wenn wir die Schweine im Wildpark aufstellen, das wäre mein Wunsch“, sagt Frank Arentz, der das auch schon mit der Kulturverwaltung besprochen hat, „die Schweine gehören uns ja.“ Die Familie Arentz ist im Wildpark seit Langem engagiert.
Kurt Arentz lernte zunächst das Metzgerhandwerk
Der Künstler Kurt Arentz wurde 1934 geboren, wenige Wochen nach seinem 80. Geburtstag starb er im Juni 2014. Der Familientradition folgend lernte er zunächst das Metzgerhandwerk und begann später mit dem Modellieren. An vielen Orten der Stadt Leverkusen stehen Bronzefiguren des Künstlers; darunter das Wiesdorfer Original Paulinchen, der Treue Husar in Bürrig, der müde Altstadtfunken in Opladen, sowie mehrere Büsten, um nur einige zu nennen. (rar)
