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Baumpflanzungen in Leverkusen„Die Zahl von 1000 neuen Bäume ist illusorisch“

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Anwohner beteiligen sich an der Pflanzaktion der EVL im Wald bei Diepental

1000 neue Bäume im Jahr in Leverkusen zu pflanzen - hier eine Aktion der EVL bei Diepental - ist laut Fachbereich Stadtgrün nicht möglich.

Die Stadtverwaltung sieht den Auftrag des Stadtrates von der Anzahl her mehr symbolisch.

1.000 Bäume im Jahr sollten in Leverkusen regelmäßig neu gepflanzt werden, so hat der Stadtrat im Oktober 2019 auf Antrag der Bürgerliste hin beschlossen. Da sei bisher aber bei weitem nicht genug geschehen, hat die Bürgerliste nun nachgehakt und um Auskunft gebeten. Diese hat die Stadtverwaltung jetzt erteilt.

Die Anzahl der 1.000 Bäume sei seinerzeit „lediglich als Zielvereinbarung der Kampagne für mehr Grün in dieser Stadt“ gefasst worden, heißt es in der Stellungnahme des Dachbereichs Stadtgrün. „Aufgrund des bereits sehr dichten Bestandes an Bäumen im Stadtgebiet ist es illusorisch, eine Zahl von 1.000 Neupflanzungen annähernd zu erreichen.“ 

Für große Bäume fehlten Standorte in ausreichender Zahl. Bündelweise Leitungen für Strom, Gas, Fernwärme und Breitbandkabel sowie Kanäle für Frisch- und Abwasser verhinderten Pflanzungen an sehr vielen Stellen. Daher könne auch vielen Hinweisen aus der Bürgerschaft nicht gefolgt werden. Außerdem verfüge der Fachbereich momentan nicht über genügend Leute, um weitere Standorte für Neupflanzungen zu erkunden. So bleibe es in der Regel bei der Pflanzung einzelner Straßenbäume, was in der Regel zum Wegfall von Parkplätzen führe.

Einen Trost kann das städtische Amt für Grünes immerhin noch bieten: Durch die Untere Forstbehörde werden laufend zahlreiche Neupflanzungen vorgenommen. So wurden im Jahr 2021 zirka 8.000 Bäume am Engstenberger Weg und 2022 rund 600 Bäume gepflanzt. Für 2023 sind zirka 4.000 Neupflanzungen im Rahmen der Klimaschutzinitiative vorgesehen.