Zur Entscheidung aus Monheim gegen das Fußball-Trainingszentrum gibt es Reaktionen aus Leverkusen.
Bayer-04-CampusLeverkusener Reaktionen nach dem Aus

Das Werben in Monheim hat nicht geholfen: Das Verfahren für einen Bayer-04-Campus in Monheim wird nicht gestartet.
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Eine Mehrheit der Monheimer Ratspolitiker aus CDU, SPD, Grünen hat sich am Mittwoch in der Ratssitzung entschieden, den Grünzug im Stadtteil Blee zu erhalten, und hat damit ein Trainingszentrum der Leverkusener Bayer 04 Fußball GmbH im Monheimer Süden abgelehnt.
Leverkusener Grüne respektieren Planungshoheit
Während diejenigen, die den Grünzug erhalten wollen, die Bündnispolitiker für ihre Standhaftigkeit feiern, gibt es auch gegenteilige Reaktionen. Auch aus Leverkusen. Die Bayer AG wertet die Entscheidung als „verheerendes Signal für den Wirtschaftsstandort Monheim“. Wie eine Drohung klingt: „Wie angekündigt wird Bayer nun zusammen mit Bayer 04 die Lage bewerten und mögliche Konsequenzen prüfen. In Monheim am Rhein hat die Division Crop Science der Bayer AG ihr weltweites Hauptquartier. Mit rund 2200 Beschäftigten ist Bayer der mit Abstand größte Arbeitgeber der Stadt.“
Die Leverkusener Grünen bedauern das Aus für das Bayer-04-Planungsverfahren, schreiben aber, dass sie die Planungshoheit des Monheimer Rats ausdrücklich respektieren. Einen modernen Trainingscampus für Bayer 04 hielten sie aber für notwendig, so die Grünen.
Die Leverkusener CDU-Fraktion spricht sich in einem offenen Brief an die Kollegen der Monheimer CDU „klar für die Realisierung“ des Profi-Trainingszentrums in Monheim aus. Es gehe um um die langfristige Sicherung des Nachwuchsleistungszentrums und der Trainingsinfrastruktur von Bayer 04. Die CDU schreibt, sie hätte sich gewünscht, dass der Bayer-04-Campus in Leverkusen hätte realisiert werden können. Bayer 04 sei ein internationaler Botschafter für die Region, ein bedeutender Arbeitgeber, ein wichtiger Ausbildungsstandort und seit Jahrzehnten Motor erfolgreicher Nachwuchsförderung. (rar)
