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Burscheider StadtentwicklungLinden sollen ersetzt werden

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Die Linden der mittleren Hauptstraße sollen durch Feldahorn ersetzt werden.

Burscheid – Die Arbeiten an der oberen Hauptstraße haben das Stadtbild aufgewertet, nun geht es im Rahmen des Integrierten Entwicklungs-und Handlungskonzeptes in die mittlere Hauptstraße. Die Unterlagen, die die Verwaltung für den heutigen Stadtentwicklungsausschuss veröffentlicht hat, las Naturschützer Manfred Lindenau vom BUND allerdings mit wachsendem Befremden.

Feldahornbäumchen gegen 40 Jahre alte Linden

Die Stadtplaner wollen den „Baumbestand im Rahmen der Umgestaltung qualifizieren“, erklärt die Verwaltung. Die Baumbeete ließen sich aufgrund des dichten Wurzelwerks kaum noch pflegen oder neu bepflanzen. Vorgesehen sei die Vorhandenen Lindenbäume durch Feldahorn zu ersetzen. Zwei Bäume kämen hinzu. Für Lindenau ist das eine Milchmädchenrechnung: „Mit dem Tausch Alt-/Jungbäume würden 90 Prozent der Biomasse entfallen.“ Linden wurzelten Tief, daher dürften die Beete seiner Einschätzung nach nicht beeinträchtigt werden. Auch die baulichen Veränderungen durch eine neue Pflasterung müssten ohne Schaden für die bestehenden Bäume machbar sein.

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„Eine Fällung wäre voreilig; es ist wenig wahrscheinlich, dass die Linden bei den Bauarbeiten wesentlich beschädigt würden. Die Neupflasterung geschieht auf dem vorhandenen Unterbau, greift also nicht tief. Linden sind Tiefwurzler. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass sie die Neugestaltung gut überstehen würden, zumal zum Baumschutz auf Baustellen flankierende Standardmaßnahmen üblich sind.“ Lindenau appelliert an die Politik, umzudenken. Noch sei das Vorhaben zu stoppen.

Brief an den Bürgermeister

In einem Brief an Bürgermeister Stefan Caplan schreibt der BUND: „Bitte nehmen Sie diesen aktuellen Planungsprozess zum Anlass, die allgegenwärtigen Bekenntnisse zu Klima- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Zukunftsvorsorge konkret und real umzusetzen.“ Die Linden seien mit ihren 40 Jahren vital und trügen zur Artenvielfalt bei.

Auch die Beete erhalten

„Wir wären dankbar, wenn der vorliegende Plan nach den Gesichtspunkten dieser Stellungnahme leicht modifizieren würden, so dass die Linden in der Hauptstraße bleiben. Unsere Ortsmitte verdient es“, erklärt Lindenau. Den Zusatznamen als Lindenstadt müsse Burscheid gerecht werden. Auch die Beete in den Baumscheiben müssten bleiben. Diese will die Stadt durch gusseiserne Baumschutzgitter ersetzen. Die, so die Verwaltung, hätten die Vorteil, dass sie begehbar seien und sich der Gehweg somit im Bereich der Bäume verbreitere. Für Lindenau steht hingegen fest, dass auch die Beete bleiben sollten: „Auf den Beeten hier gedeihen diverse Blütenpflanzen, die Erde ist locker, nicht durch Baumwurzeln verfestigt oder gar blockier; Pflege und Bepflanzung sind sichtlich durchaus gut zu machen. Es sieht freundlich aus, belebt den Straßenraum, steigert die Aufenthaltsqualität; in vielen Kommunen gibt es deshalb eigens Anleitungen für begrünte Baumscheiben. Warum also intakte Blühbeete wegwerfen, warum den engagierten Gemeinsinn der Beetpaten so gering schätzen?“