Der viele Müll in der Stadt war eines der Wahlkampfthemen, derer sich der neue Oberbürgermeister Stefan Hebbel annehmen wollte. Nach über einem Jahr kommt jetzt ein CDU-Antrag, der fordert, höhere Bußgelder für das Wegwerfen von Müll und illegale Sperrmüllentsorgung zu verhängen.

Aufkleber am Busbahnhof in Wiesdorf
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Als Vorbilder für Bußgelder werden andere Städte genannt, die weniger zimperlich sind, wenn es um die Ahndung geht: In Hanau und Frankfurt kostet das Liegenlassen von Hundekot 400 bis 600 Euro, in Hamburg kann ein illegal angekippter Sperrmüllhaufen bis zu 16.000 Euro kosten, in Offenbach 10.000 Euro.
Leverkusen ist da eher moderat, auch wenn die Bußgelder schon angehoben wurden: kleinere Verstöße kosten in der Regel 100 Euro; bei erheblichen Verunreinigungen durch wilden Müll liegt das mindestens zu erhebende Bußgeld bei 400 Euro. Das sei noch Spielraum nach oben, so die CDU.
Zur Forderung gehört, dass die Stadt eine Null-Toleranz-Strategie verfolgen soll: Weggucken, etwa wenn jemand auch nur eine Zigarette wegschnippt oder einen Aufkleber an eine Laterne pappt, soll es nicht mehr geben. Dazu soll der kommunale Ordnungsdienst Schwerpunktaktionen durchführen und die Bevölkerung soll mit einer Öffentlichkeitskampagne „Leverkusen sauber halten - Müllsünder zur Verantwortung ziehen“ in Kenntnis gesetzt werden.
Patenschaften sollen helfen
Freiwillige, Vereine, Schulen oder Firmen sollen sich für „Sauberkeitspatenschaften“ für öffentliche Grundstücke, etwa für ein Beet, für einen Platz oder auch nur für eine Parkbank melden können, wo sie etwa regelmäßig Scherben oder Müll aufsammeln oder Aufkleber entfernen. Private Grundstücke sollen davon ausgenommen sein. Wie das organisiert werden könnte, dazu sollen sich die Verwaltung und die Avea etwas überlegen.
Bürger sollen einfacher wilden Müll melden und eine schnelle digitale Rückmeldung über die Beseitigung erhalten.
Dass in Leverkusen etwas gegen die Vermüllung des öffentlichen Raums unternommen werden muss, ist keine Einbildung, das macht eine Statistik deutlich: 2024 wurden 619 Tonnen wilder Müll beseitigt - 2025 schon 899 Tonnen bei 1145 gemeldeten Fällen.

