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CDU-StreitMülheim droht Leverkusen in der Kandidatenfrage mit dem Anwalt

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CDU-Parteivorstand Leverkusen

Leverkusen – Erneut gärt es zwischen Köln-Mülheim und Leverkusen. Thomas Portz, Chef des CDU-Stadtbezirksverbands Mülheim, will die Parteifreunde in Leverkusen verklagen, jedenfalls notfalls. Einmal mehr geht es um die Aufstellung des Kandidaten für den Bundestag. Bei dieser Wahl müssen die Christdemokraten in Leverkusen und Mülheim gemeinsam vorgehen: Der Wahlbezirk 102 umfasst beider Bereiche.

Das klappt wieder einmal nicht. Die Mülheimer fühlen sich über den Tisch gezogen: Für Donnerstag hat Leverkusens CDU zur Aufstellungsversammlung eingeladen. In den Agamsaal des Forums. Das bedeutet: Heimvorteil. Der aber steht den Leverkusenern gar nicht zu. Portz verweist auf einen Vertrag aus dem Jahr 2008. Darin steht, dass 2012 und 2016 der Kandidat in Mülheim gewählt wird. Die Einladung von Parteichef Frank Schönberger in den Agamsaal verstößt insofern eindeutig gegen die alte Abmachung.

Macht nichts, hat es nach Portz’ Darstellung geheißen: „Verschiedene Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstands der CDU Leverkusen haben uns erklärt, dass sie sich an den Vertrag nicht gebunden fühlen.“ Eine Begründung habe es nicht gegeben. Für eine Erklärung beruft sich Portz, der auch schon einmal für den Bundestag kandidiert und knapp gegen Karl Lauterbach verloren hat, auf unzufriedene Leverkusener Parteifreunde: Danach gibt es im Kreisvorstand ein paar Leute, die sich Vorteile verschaffen wollen – „auf legitime, aber auch illegitime Art“.